Gesundheitsstadt Berlin-Sommerfest 2026

Gemeinsam auf dem Weg zur Europäischen Gesundheitsregion

Rund 250 Gäste aus Politik, Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft und Versorgung kamen am 3. Juni 2026 zum traditionellen Sommerfest von Gesundheitsstadt Berlin zusammen. Die Veranstaltung auf dem Gelände der Berliner Sparkasse am Großen Wannsee bot erneut einen besonderen Rahmen für Austausch, Vernetzung und die Diskussion zentraler Zukunftsfragen des Gesundheitswesens in Berlin und Brandenburg.

Unter den Gästen waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Landes- und Bundespolitik, darunter die Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, sowie Brandenburgs Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt, René Wilke. Auch viele Mitglieder von Gesundheitsstadt Berlin nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu pflegen, neue Impulse aufzunehmen und gemeinsame Perspektiven für die Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg zu entwickeln.

Gemeinsame Vision für den Gesundheitsstandort

In ihrer Begrüßung unterstrich Dr. med. Iris Hauth, Vorsitzende von Gesundheitsstadt Berlin, die gemeinsame Verantwortung aller Akteure für die Zukunft des Gesundheitsstandorts: „Uns verbindet ein Ziel: Gemeinsam möchten wir den Gesundheitsstandort Berlin-Brandenburg stärken. Das Ziel mag ehrgeizig sein, wir gehen es aber an, Berlin-Brandenburg zur führenden Gesundheitsmetropole in Europa zu machen.“ Dieses Ziel könne nur durch exzellente Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Wissenschaft, eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie starke Plattformen für den Dialog erreicht werden. Gesundheitsstadt Berlin verstehe sich dabei als Brücke zwischen den verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens und als Impulsgeber für Innovationen in der Region.

Zukunft der Gesundheitsversorgung: Vernetzung als Schlüssel

Im Mittelpunkt der politischen Impulse standen die aktuellen Reformen im Gesundheitswesen und die Frage, wie Versorgung künftig stärker an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden kann.

Dr. Ina Czyborra betonte die Bedeutung einer besseren Vernetzung innerhalb des Gesundheitssystems. Ziel sei es, die Zusammenarbeit zwischen Hausärztinnen und Hausärzten, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und weiteren Versorgungsstrukturen deutlich zu verbessern. Insbesondere der Informationsfluss und die Übergänge zwischen den verschiedenen Bereichen müssten für Patientinnen und Patienten einfacher und transparenter werden. Dadurch könne die sogenannte „Patientenreise“ durch das Gesundheitssystem verständlicher gestaltet werden – mit klareren Zuständigkeiten und leichter zugänglichen Versorgungsangeboten.

Auch René Wilke hob die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit hervor. Reformen könnten nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn sie von Vertrauen und einem konstruktiven Dialog getragen würden. Mit Blick auf die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg zeigte er sich optimistisch: „Da ist Vertrauen gewachsen – und auf dem Boden von Vertrauen kann man einiges aufbauen.“

Gesundheit ganzheitlich denken

Ein weiteres zentrales Thema des Abends war die Bedeutung von Prävention und Pflege für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung. Dabei wurde deutlich, dass Gesundheit weit über die klassische medizinische Behandlung hinausgeht.

Dr. Ina Czyborra sprach sich dafür aus, Prävention konsequent in allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen mitzudenken. Gleichzeitig plädierte sie für neue Ansätze in der Pflege und für eine stärkere Verzahnung von Gesundheits-, Sozial- und Stadtentwicklungspolitik. Gesundheitsfördernde Lebensräume und bedarfsgerechte Versorgungsstrukturen seien wesentliche Bausteine für die Zukunft einer alternden Gesellschaft.

Trotz der Herausforderungen und der teilweise schwierigen Reformprozesse herrschte Einigkeit darüber, dass die eingeleiteten Veränderungen langfristig die Qualität und Verlässlichkeit der Versorgung in Berlin und Brandenburg stärken können.

Mitgliederpanel: Der Weg zur Europäischen Gesundheitsregion

Ein Höhepunkt des Sommerfests war erneut das Mitgliederpanel, das bereits zum vierten Mal stattfand. Unter dem Titel „Berlin-Brandenburg auf dem Weg zur Europäischen Gesundheitsregion“ diskutierten Nils Hellrung (Vitagroup), Marcus Schmidt (Beyond Imaging), Jürgen Möller (PVS berlin-brandenburg-hamburg) und Susanne Buss (Volkssolidarität Landesverband Berlin e. V.) über die Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsregion. Moderiert von Gesundheitsstadt Berlin-Geschäftsführer von Dr. Daniel Dettling, stand die Frage im Mittelpunkt, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Berlin-Brandenburg zu einer der führenden Gesundheitsregionen Europas werden kann.

Die Diskutierenden waren sich einig: Der Weg dorthin führt über Kooperation statt Konkurrenz. Innovationen, Digitalisierung, sektorenübergreifende Versorgung und eine stärkere Vernetzung zwischen Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft und sozialen Trägern seien entscheidende Faktoren, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region weiter auszubauen.

Plattform für Austausch und Zusammenarbeit

Das Sommerfest 2026 machte einmal mehr deutlich, welche Bedeutung persönliche Begegnungen und vertrauensvolle Netzwerke für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens haben. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen schaffen Veranstaltungen wie diese den Raum für offene Gespräche, neue Partnerschaften und gemeinsame Zukunftsperspektiven. Gesundheitsstadt Berlin bietet dafür seit vielen Jahren eine wichtige Plattform. Der intensive Austausch zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgungseinrichtungen trägt dazu bei, innovative Lösungen voranzubringen und die Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg nachhaltig zu stärken.

Ein besonderer Dank gilt den Mitgliedern und Unterstützern des Sommerfestes: Nils Hellrung (Vitagroup), Dr. Thomas Puffe und Wolf J. Reuter (LL.M.) von ADVANT Beiten, Marcus Schmidt (Beyond Imaging), Jürgen Möller (PVS berlin-brandenburg-hamburg) sowie Christian Pache von der Berliner Sparkasse.

Video-Interviews zum Sommerfest

Weitere Einblicke in die Diskussionen und Perspektiven des Abends bieten die Video-Interviews mit:

  • Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege des Landes Berlin
  • René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg