. Sicherheit im Straßenverkehr

Reflektierende Kleidung schützt vor Unfällen

Im Winter erhöht sich das Unfallrisiko für Fußgänger und Radfahrer. Der Grund: In der Dunkelheit werden sie von Autofahrern nicht gesehen, besonders wenn sie selbst dunkle Kleidung anhaben. Bewusst ist das jedoch nur den wenigsten.
Sicherheit im Straßenverkehr, reflektierende Kleidung

Im Winter sollten Fußgänger und Radfahrer besonders darauf achten, dass sie von Autofahrern gesehen werden

Wer als Fußgänger oder Radfahrer nachts oder an Winternachmittagen dunkel gekleidet unterwegs ist, lebt gefährlich. Denn häufig wird man von Autofahrer nicht oder zu spät erkannt. Versuche zeigen, dass dunkel gekleidete Fußgänger bei schlechten Sichtverhältnissen erst ab einem Abstand von 25 Metern gesehen werden. Das Fatale: Bei einer innerorts erlaubten Geschwindigkeit von 50 km/h kommt ein Auto selbst bei einer Vollbremsung erst nach rund 28 Metern zum Stehen - und das ist häufig zu spät. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) empiehlt daher in einer aktuellen Mitteilung, bei schlechten Sichtverhältnissen unbedingt helle Kleidung oder sogar Signalwesten zu tragen.

Reflektionsmaterialien schützen bei Dunkelheit

Mit heller Kleidung werden Fußgänger und Radfahrer bereits ab einem Abstand von rund 80 Metern erkannt. Am sichersten sind Kleidungsstücke mit reflektierenden Materialien wie beispielsweise Reflektorstreifen, die man an Armen und Beinen anbringen kann, oder spezielle Westen. Sie werden aus bis zu 150 Metern gesehen.

Auch die Unfallkasse Berlin (UKB) macht auf die erhöhte Gefahr in den Wintermonaten aufmerksam. Vor allem Schüler sollten im Herbst und Winter demnach Kleidung mit Reflektionsmaterial tragen. Das erhöht die Sichtbarkeit auf dem Weg zur Schule und hilft Autofahrern auch bei Dunkelheit, Schüler früher im Straßenverkehr zu erkennen.

 

Hellere Kleidung besser als dunkle

Die UKB empfiehlt, Hose, Jacke und Schulrucksack großflächig mit reflektierenden Materialien auszustatten. Reflexstreifen gibt es im Fachhandel – sie werden aufgenäht oder aufgebügelt. Blinkis zum Anheften haben den Vorteil, dass sie jederzeit wieder entfernt und für mehrere Kleidungsstücke verwendet werden können. Je heller die Reflektion, desto besser ist es. So sind weiße und silberne Reflektoren besser sichtbar als grüne oder blaue. Aber auch schon helle Kleidung kann Verkehrsteilnehmer vor Unfällen schützen.

Foto: © Ideenkoch - Fotolia.com

Autor:
 
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Nach dem Wunsch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sollen flächendecke Fieber-Ambulanzen die Praxen entlasten, wenn die Corona-Infektionen in den Wintermonaten wieder zunehmen werden. Kinder- und Jugendärzte halten diese Idee für schädlich.
Im Vorfeld des World Health Summit sprechen Christian Drosten und Detlev Ganten über das Coronavirus im Speziellen und die globale Ausbreitung im Allgemeinen. Für den Virologen steht fest: Deutschland hat nichts besser gemacht als andere Länder. Und: Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen.
Der Verzehr roher Karotten löst bei vielen Menschen Allergien aus. Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung können aber auch gekochte Karotten diesen Effekt haben. Das ergibt sich aus einer Studie der Universität Bayreuth. Personen, die hier sensibel reagieren, raten die Wissenschaftler deshalb dazu, auf den Verzehr von Karotten ganz grundsätzlich zu verzichten.
 
 
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.