. Weltnierentag am 8. März

Nieren und Frauengesundheit sind Thema des Weltnierentags 2018

Frauen und Männer leiden etwa gleich häufig an der Chronischen Nierenerkrankung (CKD), Frauen allerdings geringfügig häufiger. Dennoch erhalten sie seltener eine Dialyse. Der Weltnierentag 2018 macht daher auf das Thema Nieren und Frauengesundheit aufmerksam.
Nieren, Weltnierentag 2018

Am Weltnierentag wird über Nierenerkrankungen, ihre Prävention und Behandlung informiert

Frauen leiden öfter als Männer an Infektionen der Blase und des Nierenbeckens sowie in jüngeren Jahren an Autoimmunerkrankungen, die auch die Nieren betreffen können. Langfristige Folgen können eine Chronische Nierenerkrankung (CKD) sein. Tückischerweise verläuft die CKD häufig langsam und unbemerkt, sodass zum Zeitpunkt der Diagnose häufig bereits irreversible Schädigungen vorliegen.

Die Chronische Nierenerkrankung (CKD) ist ein weltweites Gesundheitsproblem mit den negativen Folgen von Nierenversagen und vorzeitigem Tod. CKD betrifft weltweit etwa 195 Millionen Frauen und ist derzeit die achthäufigste Todesursache bei Frauen mit fast 600.000 Todesfällen pro Jahr. Nieren und Frauengesundheit sind daher das Thema des Weltnierentags, der am 8. März 2018 stattfindet.

Frauen erhalten weltweit seltener Dialyse

Das Risiko, an chronischem Nierenversagen (CKD) zu erkranken, ist bei Frauen mindestens genauso hoch wie bei Männern und kann sogar höher sein. Nach einigen Studien ist die Wahrscheinlichkeit einer Entwicklung von CKD bei Frauen im Vergleich zu Männern mit einer durchschnittlichen Prävalenz von 14 zu 12 Prozent etwas höher. Allerdings ist die Zahl der weiblichen Dialysepatienten weltweit betrachtet geringer als die der Männer.

Es besteht daher ein Bedarf, sich mit Fragen des gerechten Zugangs zu Gesundheitsversorgung für Frauen zu befassen, wo es derzeit fehlt, und das Bewusstsein und die Bildung zu schärfen, um den Zugang von Frauen zu Behandlungen und besseren Gesundheitsauswirkungen zu erleichtern. Darauf macht der Verein PKD Familiäre Zystennieren e. V. anlässlich des diesjährigen Weltnierentags aufmerksam.

 

Nierenversagen bedroht Fruchtbarkeit und Schwangerschaft

Das Chronisches Nierenversagen gilt auch als Risikofaktor für Probleme bei der Schwangerschaft und eine verminderte Fruchtbarkeit. Frauen mit chronischer Nierenerkrankung haben ein erhöhtes Risiko für negative Ergebnisse für die Mutter und das Baby. Schwangerschaften bei Frauen mit fortgeschrittener chronischer Nierenerkrankung sind mit hohen Raten von hypertensiven Störungen (Bluthochdruck) und Frühgeburten verbunden. Auch bei reduzierter Fruchtbarkeit ist eine Schwangerschaft möglich, wenn auch selten während einer Dialyse. Durch eine intensive, das heißt tägliche oder fast tägliche Dialyse verbessern sich die Ergebnisse. Das erfordert jedoch spezielle Programme für die betroffenen Frauen.

Weltnierentag ruft zur Prävention auf

Der Weltnierentag findet jedes Jahr am jeweils zweiten Donnerstag im März statt. Er wurde 2006 von der Internationalen Gesellschaft für Nephrologie (ISN) und der Internationalen Gemeinschaft der Nierenstiftungen (IFKF) ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich begangen. An diesem Tag sowie während Nierenwochen vom 1. bis 31. März soll über die Auswirkungen von Nierenerkrankungen aufgeklärt werden, um so gesundheitliche Probleme weltweit zu reduzieren. Zudem wird darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig Information, Prävention und frühzeitiges Handeln sind.

Foto: © cosmic_pony - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Nieren
 

Weitere Nachrichten zum Thema Nierenerkrankungen

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Impfgegner sind nach Ansicht der WHO eine Bedrohung für die globale Gesundheit, genau wie Ebola, HIV und Antibiotikaresistenzen. Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm und warnt unter anderem vor der Ausbreitung von Masern.
Seit 15 Jahren wird die Impfung gegen Windpocken von der Ständigen Impfkommission für alle Kinder empfohlen. Seitdem ist die Zahl der Erkrankungen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Darauf macht die Stiftung Kindergesundheit aufmerksam.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.