. Reha

Mutter-Kind-Kuren langfristig wirksam

Eine Umfrage der Siemens-Betriebskrankenkasse zeigt: Mutter-/Vater-Kind-Kuren helfen den Familien langfristig, ihr Wohlbefinden zu stärken. Noch Monate nach der Kur schätzen 72 Prozent der Befragten ihre Gesundheit als „gut“ oder „sehr gut“ ein.

Eltern-Kind-Kuren tun Familien langfristig gut

Eltern unterliegen oft vielfältigen Belastungen. Haushalt, Kinder und Job wollen parallel gemanagt werden. Kommen dann noch Krisen wie eine Trennung, der Tod eines Angehörigen oder gesundheitliche Probleme dazu, kann es leicht zur Überforderung kommen. Dann kann eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur dabei helfen, die physische und psychische Gesundheit wieder zu stärken. Wie wirksam solche Kuren sein können, hat nun eine Umfrage im Auftrag der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) gezeigt. Demnach profitieren Familien nicht nur kurzfristig, sondern über einen längeren Zeitraum von einer Kur.

Kur verbessert Einschätzung der eigenen Gesundheit

Laut der Umfrage unter SBK-Mitgliedern zählen zu den häufigsten Beweggründen für eine Familienkur eigene Gesundheitsbeschwerden sowie Belastungen durch familiäre Aufgaben wie beispielsweise die Doppelbelastung von Familie und Beruf. Auch Gesundheitsbeschwerden des Kindes sind ein häufiger Grund für eine Kur, gefolgt von Belastungen am Arbeitsplatz, Konflikten im persönlichen Umfeld und finanziellen Sorgen. Aber auch die Pflege oder der Tod eines Angehörigen sowie lange Klinikaufenthalte, postnatale Depressionen oder Trennungen vom Partner können dazu führen, dass die eigene Belastungsgrenze überschritten und Hilfe von außen benötigt wird.

Mutter-/Vater-Kind-Kuren können dann ausgesprochen wirksam sein, wie die aktuelle Umfrage der SBK belegt. Beurteilten 90 Prozent der Teilnehmer ihren Gesundheitszustand vor Antritt der Reise noch als „weniger gut“ oder „schlecht“, erklärten nach der Maßnahme 73 Prozent, es ginge ihnen „gut“ oder „sehr gut“. Jeder zehnte Befragte erklärte sogar, es ginge ihm „ausgezeichnet“. Dabei verbesserte sich nicht nur der Umgang mit Stress und das eigene Gesundheitsverhalten, sondern auch das Verhältnis zu den Kindern. Und die Wirkung ist offenbar nachhaltig: Selbst Monate nach der Kur bezeichneten 72 Prozent der Befragten ihre Gesundheit als „gut“ oder „sehr gut“.

 

Psychologische Beratung kann bei Alltagsproblemen helfen

Wer eine Mutter-/Vater-Kind-Kur machen möchte, muss einen Antrag bei seiner Krankenkasse einreichen. Die Kur dauert in der Regel drei Wochen. In dieser Zeit sollen die Mütter und Väter lernen, ihre Belastungen im Alltag besser zu meistern. Zu den therapeutischen Maßnahmen gehören Gruppen- und Einzelgespräche, Ernährungsschulungen, Entspannungsübungen, Erziehungsberatung und Physiotherapie. Zudem sollen gemeinsame Freizeitangebote die Bindung zwischen Eltern und Kindern stärken.  

Nach Beendigung der Kur sollten die Teilnehmer versuchen, das Erlernte dauerhaft in den Alltag zu integrieren. Die SBK bietet dafür unter anderem eine psychologische Beratung an, die zusätzlich zur Kur in Anspruch genommen werden kann. Der Vorteil der Beratung durch medizinische Fachkräfte ist, dass sie auch kurzfristig und besonders bei konkreten Alltagsproblemen helfen kann. In der Umfrage zeigten sich diejenigen, die eine Beratung in Verbindung mit einer Mutter-Kind-Kur nutzen, zufrieden: 82 Prozent fanden sie“ hilfreich“ oder sogar „sehr hilfreich“.

Foto: © Antonioguillem - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Kinder , Rehabilitation
 

Weitere Nachrichten zum Thema Mutter-/Vater-Kind-Kuren

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Viele Menschen leiden unter Schlafproblemen. Die häufigsten Gründe: Stress und falsche Gewohnheiten. Einige einfache Tricks können dazu beitragen, wieder zu einem besseren Schlafrhythmus zu finden.
Die wegen der Corona-Pandemie nötigen Schutzmasken können Hautirritationen auslösen. Das berichten italienische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the European Acadamy of Dermatology und Venereology.
 
 
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.