. Minister Gröhe besucht Mutter-Kind-Einrichtung

Bewilligungsquote bei Mutter-Kind-Kuren ist stabil

Ebola, Finanzierung des Gesundheitswesens – und nun auch noch die Mütter? Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe fand gestern trotz der vielen brennenden gesundheitspolitischen Themen die Zeit, sich um das Thema Müttergenesung zu kümmern.

Stress und Burn-Out? Da kann eine Mutter-Kind-Kur helfen!

Der Bundesgesundheitsminister, selbst Vater von vier Kindern, besuchte gestern in Begleitung der Kuratoriumsvorsitzenden Dagmar Ziegler, MdB, die Mutter-Kind-Klinik „Marianne van den Bosch Haus“ in Goch, eine vom Müttergenesungswerk (MGW) anerkannte Mutter-Kind-Einrichtung. Das Haus gehört zur Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft. Die Gäste hätten sich vor Ort über die gesundheitliche Situation der Mütter und ihrer Kinder und das medizinisch-therapeutische Konzept in den Kurmaßnahmen des MGW informiert, heißt es in einer Pressemitteilung des Müttergenesungswerks.

Immer mehr Mütter leiden unter Burn-Out und Schlafstörungen

Die Zahl der Mütter mit Erschöpfungssyndrom bis hin zum Burn out, mit Schlafstörungen, Angstzuständen, Kopfschmerzen oder ähnlichen Erkrankungen sei in den vergangenen Jahren um 37 Prozentpunkte gestiegen, hatte das MGW kürzlich auf einer Pressekonferenz konstatiert. Als Grund nannte das MGW, Mütter wollten dem hohen Erwartungsdruck gerecht werden und suchten häufig erst dann professionelle Hilfe, wenn sie nicht mehr funktionieren können. So hätten 49.000 Mütter mit 71.000 Kindern 2013 in Mütter- oder Mutter-Kind- Kurmaßnahmen des Müttergenesungswerkes Hilfe und Unterstützung bekommen.

Gröhe betonte während des Rundgangs durch die Klinik: „Die Bewilligungsquoten bei Mutter-Kind-Kurmaßnahmen zur Vorsorge oder Rehabilitation haben sich stabilisiert. Das ist gut so und politisch gewollt. Das Müttergenesungswerk leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesundheitsversorgung von Müttern und ihren Kindern. Mein Besuch und die Gespräche hier in Goch zeigen mir, wie wichtig diese Kurmaßnahmen sind.“ 

Das Müttergenesungswerk als gemeinnützige Stiftung helfe sehr konkret mit Kurvorbereitung, Kurmaßnahme und Nachsorgearbeit und bei Bedürftigkeit auch mit Spenden, erläuterte Kuratoriumsvorsitzende Dagmar Ziegler, MdB, die Arbeit. 

Nicht nur Mütter, sondern auch Väter und Pflegende sind in den Einrichtungen gut aufgehoben

„Weil das Gesundheitskonzept des Müttergenesungswerkes an den konkreten Belastungen aus der Familienarbeit und den Lebensbedingungen ansetzt, kann es auch anderen helfen, die in der Familie Sorgearbeit leisten. Deshalb sind auch Väter und Pflegende beim Müttergenesungswerk gut aufgehoben.“

Beatrix Lichtenberger, Klinikleiterin der Mutter-Kind-Klinik Marianne van den Bosch Haus in Goch freute sich über den Besuch: „Wir erleben täglich, wie belastet die Mütter sind, wie sehr sie die ganzheitliche und geschlechtsspezifische Arbeit an ihrer Gesundheit benötigen. Auch die Arbeit an der Mutter-Kind-Beziehung ist in diesem Zusammenhang wichtig, denn wenn die Mutter krank ist, ist auch das Kind belastet. Immer wieder hören wir von Müttern, dass die Kurmaßnahme Anstöße für Veränderungen waren und nachhaltige Wirkung haben.“

Foto: contrastwerkstatt - Fotolia

Autor: Cornelia Wanke

Weitere Nachrichten zum Thema Mutter-Kind-Kur

| Eine Umfrage der Siemens-Betriebskrankenkasse zeigt: Mutter-/Vater-Kind-Kuren helfen den Familien langfristig, ihr Wohlbefinden zu stärken. Noch Monate nach der Kur schätzen 72 Prozent der Befragten ihre Gesundheit als „gut“ oder „sehr gut“ ein.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Praxis Dr. Becker, Wittenbergplatz 2, 10789 Berlin
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1
. Interviews
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.