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Grippe-Impfung: Dreifachimpfstoff schwächelt

Der Grippe-Impfstoff wird jedes Jahr neu entwickelt, weil sich die Influenza-Viren ständig verändern. Daher kann auch nie eine hundertprozentige Schutzwirkung erzielt werden. In diesem Winter fällt die Wirkung vermutlich besonders gering aus.
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In der aktuellen Grippe-Saison wirkt der Impfstoff vermutlich schwächer als sonst

Die Grippe-Impfung ist nach wie vor umstritten, unter anderem, weil sie nicht zu hundert Prozent vor einer Influenza schützt. Der Grund: Die Viren verändern sich ständig, und es lässt sich nie mit absoluter Sicherheit sagen, welche Virustypen in einer speziellen Grippesaison zirkulieren werden. In der aktuellen Saison ist die Wirkung der Grippe-Impfung jedoch noch geringer als sonst. Denn offenbar ist zurzeit eine spezielle Variante des Influenza-B-Virus besonders aktiv. Und genau diese Komponente ist in dem Dreifach-Impfstoff, den die gesetzlichen Krankenkassen erstatten und der normalerweise bei einer Grippe-Impfung verabreicht wird, nicht enthalten.

Nur Vierfachimpfstoff wirkt gegen alle Varianten

Es gibt zwei große Gruppen von Grippeviren: Influenza A und Influenza B. Jede kommt in zwei verschiedenen Varianten vor. Seit dem Jahr 2013 kann man sich daher mit einem sogenannten Vierfachimpfstoff gegen alle Varianten impfen lassen. Dennoch erhalten Impfwillige bisher in der Regel nur den sogenannten Dreifachimpfstoff. Dieser enthält einen Schutz gegen zwei Stämme des Influenza-A-Virus, aber nur gegen einen der Stämme von Influenza B.

Dieser zweite Stamm ist in der aktuellen Grippe-Saison besonders aktiv. „Mehr als die Hälfte der bisher nachgewiesenen Influenzafälle wurde durch Influenza-B-Viren der Yamagata-Linie verursacht, die nicht in dem Dreierimpfstoff enthalten sind“, erklärte eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts (RKI) gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung. Im Vierfachimpfstoff gebe es diese Komponente zwar. Doch die Vierfachimpfung ist bisher keine Kassenleistung – außer, wenn der Arzt die Verschreibung begründet, zum Beispiel mit einer schweren Erkrankung des Patienten.  

 

STIKO rät zur Vierfachimpfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des RKI hat lange Zeit nur zur Dreifachimpfung geraten. Doch bereits im vergangenen Jahr änderte sie ihre Empfehlung: In Zukunft soll die Grippe-Impfung den tetravalenten Impfstoff enthalten. Bis jedoch darüber entschieden ist, ob die Vierfachimpfung tatsächlich Kassenleistung wird, kann es noch einige Zeit dauern.

Nach Angaben des RKI macht eine Grippeschutzimpfung für Risikogruppen auch jetzt noch Sinn. Wegen der aktuellen Dominanz des B-Typs der Yamagata-Linie wäre es zudem möglicherweise ratsam, Hochrisikopatienten bevorzugt mit dem Vierfachimpfstoff zu versorgen. Die STIKO empfiehlt eine Grippeschutzimpfung grundsätzlich für Risikogruppen wie Ältere, chronisch Kranke und Schwangere.

Foto: © REDPIXEL - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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