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22.06.2016

Wie Sport das Thrombose-Risiko senken kann

Sport wirkt sich positiv auf die Thrombozyten-Aktivität aus und kann dadurch das Risiko für eine gefährliche Thrombose senken. Einer aktuellen Studie zufolge kann durch Sport bereits innerhalb von zwei Monaten eine Normalisierung des Thrombose-Risikos erreicht werden.
Sport wirkt gegen Thrombose

Sport kann einer Thrombose wirksam vorbeugen

Bei einer Thrombose verstopft ein Blutgerinnsel eine Vene und behindert so den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Zudem kann sich das Gerinnsel lösen und zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen. Besonders häufig kommen Thrombosen in den Beinvenen vor. Bewegung und Sport fördern die Duchblutung, stärken die Venen und sind dadurch gut geeignet, die Wahrscheinlichkeit für eine Thrombose zu senken. Forscher konnten nun zeigen, wie schnell körperliche Aktivität ein erhöhtes Thrombose-Risiko wieder normalisieren kann.

Thrombose-Risiko bereits nach zwei Monaten normalisiert

Für ihre Studie untersuchten die Forscher um Ivo Volf vom Institut für Physiologie der Medizinischen Universität Wien und Rochus Pokan vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien 62 junge Frauen, die unterschiedliche Fitness-Niveaus aufzeigten. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass eine Erhöhung der körperlichen Fitness relativ schnell zu einer Normalisierung der Thrombozytenfunktion führte.

Die auch als Blutplättchen bezeichneten Thrombozyten beeinflussen die Gerinnung des Blutes. Ist ihre Zahl zu hoch, kann es leicht zu einer Thrombose kommen. Die Forscher konnten zeigen, dass Frauen mit geringerer körperlicher Fitness eine signifikant erhöhte Thrombozyten-Aktivierung aufwiesen. Doch bereits ein dreimal wöchentlich absolviertes Ausdauertraining über einen Zeitraum von zwei Monaten konnte zu einer Angleichung der Werte der Thrombozytenaktivierung führen.

Studienautor Stefan Heber kommentiert die Ergebnisse so: „Latent aktivierte Thrombozyten setzen eine Vielzahl von Mediatoren frei, welche die Entwicklung atherosklerotischer Gefäßveränderungen fördern. Wenn geringe körperliche Fitness mit einem höheren Aktivierungsgrad der Thrombozyten einhergeht, ist daher auch ein Einfluss auf die frühesten Phasen dieser Krankheitsentwicklung schlüssig. Die hier gezeigten Trainingseffekte passen sehr gut zu epidemiologischen Daten, wonach trainierte Personen verglichen mit körperlich Inaktiven ein um zirka 40 Prozent niedrigeres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse aufweisen.”

 

Auch nach einer Thrombose ist Sport sinnvoll

Ist es bereits zu einer Thrombose gekommen, sind sich viele Patienten unsicher, ob und wann sie wieder Sport machen können. Dabei ist absolute Ruhe für die betroffenen Körperteile nur in schweren Fällen und nur vorübergehend sinnvoll. Konnte die Thrombose mit Medikamenten aufgelöst werden, sollte bald wieder mit einem leichten Training begonnen werden. Besonders geeignet sind zunächst Gymnastikübungen und Spaziergänge. Danach sind in erster Linie Wandern, Radfahren, Schwimmen und Joggen sinnvoll.

Foto: © oneinchpunch - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
 

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