. Krampfadern und Co.

Venenerkrankungen: Der Deutsche Venentag informiert

Fast jeder Mensch bekommt im Laufe seines Lebens Probleme mit den Venen, doch die wenigsten wissen über vorbeugende Maßnahmen oder Behandlungsmöglichkeiten Bescheid. Der deutsche Venentag, der am 30. April 2016 stattfindet, klärt über Venenerkrankungen und ihre Folgen auf.
Deutscher Venentag 2016

Kompressionsstrümpfe sind die Basis bei der Behandlung von chronischen Venenerkrankungen

Mit zunehmendem Alter oder durch eine angeborene Venenschwäche können die Venenwände immer mehr erschlaffen, die Venen erweitern sich und die Venenklappen schließen nicht mehr richtig. Dadurch wird das Blut langsamer zum Herzen transportiert oder fließt sogar nach unten zurück, was wiederum den Druck in den Venen erhöht. Die Folge: Venenerkrankungen wie Krampfadern, Venenentzündungen oder sogar offene Beine. Der 14. Deutsche Venentag, der am 30. April dieses Jahres stattfindet, soll dazu beitragen, über Risiken, Vorbeugungsmaßnahmen und Behandlungsmethoden von Venenerkrankungen zu informieren.  

Venenerkrankungen können schwerwiegende Folgen haben

Venenerkrankungen umfassen eine Reihe verschiedener Krankheitsbilder und reichen von eher kosmetischen Problemen wie Besenreißern über Krampfadern bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Ulcus cruris oder Thrombosen. Je älter die Menschen werden, desto häufiger klagen sie über Beschwerden an den Venen. Typische Zeichen einer Venenerkrankung sind schwere und schmerzende Beine, Schwellungen und Ödeme. Chronische Venenerkrankungen können dauerhafte Veränderungen der Haut und des Gewebes verursachen und bis zum offenen Bein führen. Bei akuten Venenerkrankungen besteht die Gefahr von Gefäßverschlüssen und deren möglichen Folgen wie einer Lungenembolie.

Obwohl Venenerkrankungen sehr häufig sind, wissen die meisten Betroffenen nur wenig darüber, und nur die wenigsten sind sich bewusst, dass es sogar auf Venenerkrankungen spezialisierte Ärzte (Phlebologen) gibt. Dabei gibt es heute eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten für die verschiedenen Venenleiden. Bei der Suche nach Spezialisten hilft unter anderem die Deutsche Venen-Liga e.V.

 

Deutscher Venentag bietet Informationen

Bundesweit werden am Deutschen Venentag in Kooperationsgemeinschaft der Deutschen Venen-Liga und Deutschen Venenzentren verschiedene Veranstaltungen und Aktionen wie kostenlose Venenchecks, Vorträge, Venengymnastik, Venenwalking oder Kneipp’sche Beingüsse angeboten. Ärzte, Apotheken, Sanitätshäuser, aber auch Sportvereine, Hebammen und spezialisierte Venenkliniken beteiligen sich mit eigenen Aktionen. Der Deutsche Venentag wurde von der Deutschen Venen-Liga im Jahr 2005 ins Leben gerufen. Seitdem wird jedes Jahr im Frühjahr über Venenerkrankungen sowie deren Diagnose- und Therapiemöglichkeiten aufgeklärt.

Foto: © tibanna79 - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ulcus cruris , Gefäßerkrankungen , Thrombose
 

Weitere Nachrichten zum Thema Gefäßgesundheit

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Zu hoher Blutdruck ist der Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch viele Menschen kennen ihren Blutdruck nicht. Dabei ist Bluthochdruck leicht festzustellen und gut behandelbar.
Rotschimmelreis entsteht, wenn Reis mit einem Schimmelpilz fermentiert wird. Dabei entstehen neben dem roten Farbstoff Substanzen, die cholesterinsenkend wirken können und als Nahrungsergänzungsmitteln im Handel angeboten werden. Doch Achtung: Sie können so stark wirken wie Arzneimittel – ohne dass ihre Dosierung von Ärzten bestimmt und überwacht würde. Und sie haben genauso Nebenwirkungen.
 
 
. Kliniken
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.