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England: Immer noch einzelne Masern-Ausbrüche

Obwohl die WHO England im vergangenen Jahr für masernfrei erklärt hat, sind in diesem Jahr einige Ausbrüche bekannt geworden. So wurden seit Beginn des Jahres in England und Wales über 180 Erkrankungen gemeldet, berichtet das Centrum für Reisemedizin.
Masern, Masernausbrüche in England

Obwohl es für masernfrei erklärt wurde, gibt es auch in England immer wieder einzelne Masernausbrüche

Erst im vergangenen Jahr hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Masern in England erstmals für ausgerottet erklärt. Der Grund dafür: 95 Prozent der Kinder hatten bis zum fünften Lebensjahr die erste Impfdosis gegen Masern, Mumps und Röteln erhalten. Dass es dennoch zu kleineren Masern-Ausbrüchen kommen kann, wurde schon damals betont. Genau das ist nun geschehen.

Von den aktuellen Masernausbrüchen sind fünf Regionen Englands (West Yorkshire, Cheshire/Liverpool, West Midlands, Surrey, Greater Manchester) sowie Wales betroffen. Insgesamt wurden über 180 Fälle gemeldet. Bereits im vergangenen Jahr war es zu einem Anstieg der Fallzahlen gekommen.

Vor Reisen an Impfschutz denken

„Die Masernfälle in England stehen in Verbindung zu aktuellen Masernausbrüchen in Europa“, so Dr. Mary Ramsey vom Public Health England (PHE). Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung sei zwar niedrig. „Wegen der Masernausbrüche in Europa müssen wir aber mit weiteren Fällen bei Ungeimpften rechnen“, so Ramsey. England-Reisende sollten daher in jedem Fall ihren Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen. Das rät auch das Centrum für Reisemedizin (CRM).

Insgesamt gab es in der Europäischen Region der WHO im Jahr 2017 eine Zunahme der Masernfälle um 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg ist dabei unter anderem auf größere Ausbrüche in 15 der 53 Länder zurückzuführen – darunter auch Deutschland.

Impfquote in Deutschland noch nicht erreicht

Im Jahr 2017 sind dreimal so viele Deutsche an Masern erkrankt wie im Jahr zuvor. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurde das hochansteckende Virus im Jahr 2017 bei über 900 Menschen diagnostiziert. Im gesamten Jahr 2016 zählte das RKI „nur“ 325 Masernerkrankungen.

Insgesamt liegt Deutschland bei der Masern-Impfquote immer noch unter dem WHO-Ziel von 95 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass viele Kinder nicht im empfohlenen Zeit-Abstand geimpft werden. Auch gibt es nach wie vor viele Eltern, die Impfungen generell ablehnen.

Foto: © weerapat1003 - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
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