. Welt-Down-Syndrom-Tag 2016

Down-Syndrom ist keine Krankheit

Immer noch gibt es beim Thema Down-Syndrom viele Vorurteile. Der Welt-Down-Syndrom-Tag, der jährlich am 21. März stattfindet, will Menschen aufklären und zeigen, dass Personen mit Down-Syndrom vor allem eins sind: Menschen wie Du und Ich.
Am 21. März 2016 ist Welt-Down-Syndrom-Tag

Am 21. März ist Welt-Down-Syndrom-Tag

„Ihr Kind hat das Down-Syndrom“ – diese Nachricht ist für (werdende) Eltern meist ein Schock. Nicht selten ist die Diagnose, wenn sie während der Schwangerschaft gestellt wird, auch der Grund für eine Abtreibung. Experten und Betroffene weisen jedoch darauf hin, dass ein Leben mit Down-Syndrom ein sehr glückliches sein kann und meistens auch ist. Der Welt-Down-Syndrom-Tag, der wie immer auch in diesem Jahr am 21. März stattfindet, soll dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für das Thema zu fördern.

Rund fünf Millionen Menschen mit Down-Syndrom

Das Down-Syndrom wird durch eine spezielle Genommutation hervorgerufen. Bei den Betroffenen liegt das 21. Chromosom (oder Teile davon) dreifach vor. Daher wird das Syndrom auch als Trisomie 21 bezeichnet. Menschen mit Down-Syndrom weisen in der Regel typische körperliche Merkmale auf, sind in ihren kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt und zeigen Verzögerungen in der Entwicklung. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit etwa fünf Millionen Menschen mit Down-Syndrom leben. In Deutschland werden jährlich rund 1200 Kinder mit Down-Syndrom geboren; damit hat ungefähr jedes 700. Kind, das hierzulande zur Welt kommt, das Down-Syndrom. Da es keine offizielle Statistik gibt, können jedoch keine genauen Zahlen angegeben werden.

Wie genau die Chromosomenveränderung im Einzelfall die körperliche und geistige Entwicklung beeinflusst, ist nicht vorherzusagen. Menschen mit Down-Syndrom sind genauso unterschiedlich wie andere Menschen auch. Zwar sind sie im Allgemeinen anfälliger für bestimmte Gesundheitsprobleme wie Herzprobleme, weswegen bei ihnen auch zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen geraten wird, doch die meisten Menschen mit Down-Syndrom sind nicht häufiger krank als andere. Sie nehmen sich selbst auch nicht als „krank“ war und wollen auch nicht so gesehen werden. Die allermeisten von ihnen leiden nicht unter ihrem Syndrom, sondern eher unter dem Verhalten ihrer Mitmenschen, also beispielsweise unter Zurückweisung, Spott, Mitleid oder Unverständnis.

Kinder mit Down-Syndrom fördern und fordern

In den vergangenen Jahren hat man vermehrt festgestellt, dass Menschen mit Down-Syndrom weit größere Fähigkeiten haben als gedacht – wenn man sie denn fordert. So können unter Berücksichtigung ihrer speziellen Veranlagung viele Menschen mit Down-Syndrom mit entsprechender Förderung Lesen und Schreiben lernen. Meist können sie besonders gut mit anschaulichen und konkreten Aufgaben umgehen, während sie mit bildhaften und sprachlichen Symbolisierungen oder mit Kurzzeit-Merkaufgaben größere Schwierigkeiten haben. Gemeinsam ist fast allen Menschen mit Down-Syndrom ihre besondere Offenheit, die auf andere Menschen schon mal überwältigend wirken kann. Ihre sozialen und emotionalen Fähigkeiten sind in der Regel sehr gut ausgeprägt.

Dass Menschen mit Down-Syndrom wie andere Menschen auch über individuelle Möglichkeiten, Talente und Neigungen verfügen – darauf will der Welt-Down-Syndrom aufmerksam machen. Der Aktionstag wurde im Jahr 2006 von Down Syndrome International (DSi) und der European Down Syndrome Association (EDSA) ins Leben gerufen und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Meine Freunde, meine Gemeinschaft“ (My Friends, My Communitiy). Der 21. März symbolisiert das charakteristische Merkmal des Down-Syndroms. Seit 2012 wird der Welt-Down-Syndrom-Tag offiziell von den Vereinten Nationen anerkannt.

Foto: © kamasigns - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin

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| Menschen mit Trisomie 21 können bei entsprechender Förderung meistens ein glückliches und erfülltes Leben führen. Der Welt-Down-Syndrom-Tag, der am 21. März stattfindet, will Betroffenen und Angehörigen eine Stimme verleihen und die Öffentlichkeit besser aufklären.

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