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Zwei Drittel der deutschen Studenten leiden an Kopfschmerzen

Fast zwei Drittel der 2,8 Millionen Studenten in Deutschland leiden unter Kopfschmerzen. Sie verlieren dadurch 2,4 Uni-Tage im Monat. Das von der Barmer geförderte Pilotprojekt „KopfHoch“ will das ändern.
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Zwei Drittel der deutschen Studierenden leiden an Kopfschmerzen

Deutschlands akademischem Nachwuchs machen Kopfschmerzen zu schaffen. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der 2,8 Millionen Studierenden leiden unter Kopfschmerzen. Bei den Studentinnen (75 Prozent) fällt der Anteil noch höher aus als bei den Studenten (57 Prozent).

Unter den Betroffenen leiden wiederum 61,8 Prozent unter Migräne, 35,2 Prozent unter Spannungs-Kopfschmerz und drei Prozent unter sogenanntem Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz. Das von der Barmer geförderte Pilotprojekt "KopfHoch" will etwas dagegen tun.

2,4 Tage im Monat gehen durch Kopfschmerzen verloren

Fast jeder Dritte der Betroffenen ist durch die Kopfschmerzen schwer beeinträchtigt. Nimmt man die mäßig Beeinträchtigten hinzu, kommt man auf etwa 900.000 Studierende, deren Alltag dadurch deutlich eingeschränkt wird. "Dringenden Handlungsbedarf" konstatiert denn auch Barmer-Vorstand Prof. Christoph Straub. 

Durchschnittlich gehen den Studenten durch den Kopfschmerz monatlich 2,4 Arbeitstage an der Hochschule verloren. Bei Studierenden mit Migräne sind es sogar 2,7 Arbeitstage. Dies geht aus einer repräsentativen wissenschaftlichen Befragung hervor.

 

Fast zwei Drittel der Studenten leiden an Kopfschmerzen

Das Programm soll Studierenden sowie Hochschulmitarbeitern dabei helfen, Kopfschmerzen effektiv und nachhaltig vorzubeugen. Fast zwei Drittel der Studenten leiden an Kopfschmerzen, doch gerade einmal 25,7 Prozent kennen ihren Kopfschmerztyp, sagt Prof. Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel.

"Die Vorbeugung von Kopfschmerzen beginnt mit dem Verstehen der Erkrankung und ihrer Erscheinungsweisen", so Göbel. Symptomatisch für das fehlende Problembewusstsein sei auch ein unreflektierter Umgang mit Kopfschmerzmedikamenten: Von denjenigen, die ihr Leiden mit Schmerzmitteln bekämpfen, nehmen mehr als 90 Prozent diese ohne ärztliche Verordnung ein.

Wissen über Kopfschmerzprävention

Entwickelt wurde "KopfHoch" von der ZIES gGmbH (Frankfurt/Main) in Zusammenarbeit mit Prof. Göbel als wissenschaftlichem Leiter und der Barmer als kooperierender Krankenkasse. Partnerhochschulen sind die Technische Universität Dresden, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Fachhochschule Kiel, heißt es weiter in einer Pressemitteilung.

Herzstück des Projekts ist die Kampagne "Headache Hurts", mit der Studierende für das Thema sensibilisiert werden sollen. Hier werden medizinisches Wissen sowie die wichtigsten Dos and Don’ts der Kopfschmerzprävention vermittelt. Neben einer Informationsbroschüre gibt es eine Website mit weiterführenden Inhalten, einen sechsminütigen Film und eine als Medizinprodukt zertifizierte App.

Kopfschmerzbedingten Arbeitsausfall verringern

"Unser Pilotprojekt bietet die Chance, das Thema Kopfschmerzprävention in den Köpfen der jungen Generation zu verankern und kopfschmerzbedingten Arbeitsausfall im Studium sowie im späteren Berufsleben erheblich zu verringern", erläutert Karin Frisch von der ZIES gGmbH.

Foto: tom wang/fotolia.com

Autor: bab
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