. Führungswechsel am Deutschen Herzzentrum Berlin

Züricher Herzchirurg tritt Nachfolge von Hetzer an

Seit Monaten wurde darüber spekuliert, nun ist es amtlich: Prof. Volkmar Falk von der Universität Zürich wird Nachfolger von Prof. Roland Hetzer. Am 1. Oktober tritt Falk den Posten als neuer Direktor des Deutschen Herzzentrums an und übernimmt den Lehrtsuhl für Kardiochirurgie an der Charité.
Züricher Herzchirurg tritt Nachfolge von Hetzer an

Volkmar Falk (li.) wird Nachfolger von Roland Hetzer und damit neuer Direktor des DHZB sowie Lehrstuhlinhaber an der Charité

Lange galt er als die Nummer eins bei der Suche nach einem Nachfolger von Prof. Roland Hetzer. Jetzt hat Prof. Dr. Volkmar Falk in Berlin unterschrieben. Der 49-jährige Herzchirurg wird Ärztlicher Direktor und Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB). Gleichzeitig hat er den Ruf auf die Professur für Kardiochirurgie an der Charité angenommen.

Prof. Dr. Volkmar Falk ist seit 2009 Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des UniversitätsSpitals Zürich. Zuvor hatte er eine Professur für Herzchirurgie an der Uniklinik Leipzig. Falk gilt international als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der minimal-invasiven und katheterbasierten Herzklappenchirurgie. Am 1. Oktober tritt er nun den wohl prestigeträchtigsten Posten eines Herzchirurgen im deutschsprachigen Raum an.

Berlin freut sich auf den Spitzenmediziner aus dem Ausland. In Zürich ist die Stimmung gedämpft

„Der Charité - Universitätsmedizin Berlin und dem Deutschen Herzzentrum Berlin ist es gemeinsam gelungen, einen renommierten Spitzenmediziner aus dem Ausland nach Berlin zu holen und damit die Tradition des internationalen Zentrums der Herz-Kreislauf-Medizin in Berlin weiter fortzuschreiben“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Charité. Während man in Berlin den Führungswechsel nutzen will, um eine Strukturveränderung der Berliner kardiovaskulären Medizin einzuleiten, ist die Stimmung in Zürich gedämpft. In der Schweizer Presse spricht man von einem „schweren Schlag für das Unispital.“ Falk hatte es innerhalb von es fünf Jahren geschafft, die einst führende Zürcher Uni-Herzchirurgie wieder international zu positionieren, nachdem die Klinik durch den Tod einer TV-Patientin in eine tiefe Krise geraten war.

Hetzer verabschiedet sich nach fast 30 Jahren DHZB in den Ruhestand

In Berlin hat man unterdessen fast ein Jahr lang nach einem geeigneten Nachfolger für Roland Hetzer gesucht. Der inzwischen 70-jährige Hetzer hatte im Mai letzten Jahres erklärt, er werde seinen Posten als Klinikdirektor abgeben, sobald ein Nachfolger gefunden worden sei. Der international bekannte Herzchirurg war 1986 von Hannover nach Berlin gekommen und baute dort das Deutsche Herzzentrum auf. Nach fast dreißig Jahren verabschiedet sich Hetzer nun in den Ruhestand.

Foto: Uni Zürich/DHZB nickolaus

Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik , Medizin
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