Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
02.10.2015

Zentrale Impfstelle für Flüchtlinge am LAGeSo eingerichtet

Am Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) ist eine neue zentrale Impfstelle für Flüchtlinge eingerichtet worden. Täglich werden dort mehr als 200 Asylsuchende gegen Masern, Mumps, Röteln und andere Infektionskrankheiten geimpft.
Zentrale Impfstelle am LAGeSo: Der Impfschutz von Flüchtlingen soll auch die Berliner Bevölkerung vor ansteckenden Krankheiten schützen

Zentrale Impfstelle am LAGeSo: Der Impfschutz von Flüchtlingen soll auch die Berliner Bevölkerung vor ansteckenden Krankheiten schützen

Ärzte impfen, Sprachmittler übersetzen: Am Montag wurde die zentrale Impfstelle auf dem Gelände des Landesamts für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) in der Turmstraße offiziell in Betrieb genommen. Die KV Berlin koordiniert den Einsatz der Ärzte, die hier täglich in zwei Schichten zwischen 8.30 Uhr und 18.30 Uhr mehr als 200 Asylsuchende impfen. Die Impfung erfolgt auf freiwilliger Basis, aber das Interesse der Flüchtlinge scheint groß. In einem ersten Probelauf seit 22. September wurden bereits 2.000 Kinder und Erwachsene geimpft.

Zentrale Impfestelle am LaGeSo

Begonnen werde mit einer Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln, teilte Senator Mario Czaja bei einem Pressetermin am Donnerstag mit. Der Impfschutz werde sukzessive erweitert. „Um einem erneuten Masernausbruch in Berlin vorzubeugen, liegt das Augenmerk zunächst auf der Masernprävention“, erklärte Czaja. Es ginge auch darum, die Berliner Bevölkerung vor der hochansteckenden Infektionskrankheit zu schützen.

Die Einrichtung der zentralen Impfstelle wurde seit Monaten vorbereitet. Die KV Berlin hatte Ärzte aus Berlin aufgerufen, freiwillig mitzuarbeiten. Die Resonanz sei überwältigend gewesen, sagte die KVB-Vorstandsvorsitzende Angelika Prehn.

Für die Impfstoffe und die Vergütung der Ärzte will der Berliner Senat im nächsten Haushalt rund 750.000 Euro bereitstellen. Die Gesundheitskarte für noch nicht anerkannte Asylsuchende wird laut Czaja spätestens zum 1. Januar 2016 eingeführt.

Foto: © Rafael Ben-Ari - Fotolia.com

 
Autor: ham
Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Flüchtlinge , Impfen , Infektionskrankheiten , Masern
 

Weitere Nachrichten zum Thema Flüchtlinge

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
 
Weitere Nachrichten


Senföle gelten als antibakteriell und entzündungshemmend und sind in der Lage, Krankheitserreger gleich auf mehreren Ebenen anzugreifen. Weil sie in ihrer Wirkung, nicht aber bei den Risiken Antibiotika gleichkommen, eignen sie sich bei häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen als Behandlungsalternative, bestätigt eine aktuelle urologische Studie.
 
Kliniken
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin