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16.08.2015

Zahl der Klinik-Patienten steigt weiter

Alle reden von „ambulant vor stationär“. Doch die Zahl der Patienten, die in deutschen Kliniken behandelt werden, steigt weiter an. Das zeigen die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Gut belegt: Deutschlands Kliniken.

So wurden im Jahr 2014 etwa 19,1 Millionen Patientinnen und Patienten stationär im Krankenhaus behandelt, das waren 1,9 % Behandlungsfälle mehr als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, dauerte der Aufenthalt im Krankenhaus durchschnittlich 7,4 Tage (2013: 7,5 Tage).

In 1980 Krankenhäusern Deutschlands (2013: 1996) standen für die stationäre Behandlung der Patienten wie im Vorjahr insgesamt 500700 Betten zur Verfügung. Nach wie vor steht annähernd jedes zweite Bett (48,0 Prozent) in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers, jedes dritte Bett (33,9 Prozent) befindet sich in einem freigemeinnützigen Haus. Der Anteil der Krankenhausbetten in Einrichtungen privater Träger liegt bei 18,2 Prozent.

Deutsche Krankenhäuser: Auslastung der Betten ist leicht gestiegen

Wie Destatis weiter berichtet, lag die Bettenauslastung mit 77,4 Prozent um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. In öffentlichen Krankenhäusern stieg die Auslastung um 0,3 Prozentpunkte und erreichte 79,4 Prozent. Die Bettenauslastung in freigemeinnützigen Häusern war mit 75,7 Prozent um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. In privaten Häusern waren die Betten wie im Jahr 2013 zu 75,6 Prozent ausgelastet.

 

Zahl der Mitarbeiter in Kliniken nimmt zu, obwohl mehr Leistungen in den ambulanten Bereich verlagert werden sollten

Etwa 875900 Vollkräfte - das ist die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten - versorgten 2014 die Krankenhauspatientinnen und -patienten. Davon gehörten 150700 zum ärztlichen Dienst und 725200 zum nichtärztlichen Dienst, darunter allein 318800 Vollkräfte im Pflegedienst (2013: 316300). Die Zahl der im Krankenhaus beschäftigten Vollkräfte stieg im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen Dienst um 2,5 Prozent und im nichtärztlichen Dienst um 3,1 Prozent, während die Zahl der Pflegevollkräfte um 0,8 Prozent zunahm.

Insgesamt 1,97 Millionen Patienten nahmen 2014 eine stationäre Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung in Anspruch. Das waren 18400 Behandlungsfälle mehr als im Vorjahr (+ 0,9 Prozent). Auch hier zeigte sich also ein leichter Anstieg im stationären Bereich.

Foto: Fotolia - bluedesign

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
 

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