Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
08.11.2018

Wie halten es die Deutschen mit dem Sex? Neue Studie gestartet

Wie halten es die Deutschen mit dem Sex? Das wollen Hamburger Forscher wissen - und untersuchen in einer bundesweiten Studie das sexuelle Verhalten der Deutschen. Dabei geht es auch um sexuell übertragbare Krankheiten.
sexualverhalten, sex, ehepaar, ehebett

Ein neue Studie ergründet das Sexual-Verhalten der Deutschen

Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) starten jetzt gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid und gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Untersuchung zur „Gesundheit und Sexualität in Deutschland - GeSiD“.

Im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojekts werden in den nächsten Monaten 5.000 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 75 Jahren befragt. GeSiD soll umfassende Basisdaten zu Beziehungen, Erfahrungen und sexuellen Einstellungen erheben und so eine Einschätzung der sexuellen Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland ermöglichen.

Wie halten es die Deutschen mit dem Sex?

Die Adressen der befragten Bundesbürger wurden für das Forschungsvorhaben nach dem Zufallsprinzip aus den Registern der Einwohnermeldeämter gezogen. Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig. Alle Antworten werden vertraulich behandelt und in anonymisierter Form ausschließlich zu statistischen Zwecken ausgewertet.

Die Frage lautet: Wie halten es die Deutschen mit dem Sex? Die Teilnehmenden werden gebeten, Angaben zu ihren bisherigen Erfahrungen mit Liebe, Sexualität und Partnerschaft zu machen. Fragen nach sexuellen Wünschen, aber auch nach sexuellen Problemen werden ebenso gestellt wie Fragen nach sexuell übertragbaren Infektionen.

 

Sexuelle Praktiken und sexuell übertragbare Infektionen

Da sexuelle Gesundheit nicht losgelöst von der allgemeinen gesundheitlichen Situation zu betrachten ist, gibt es auch dazu Fragen, heißt es weiter in einer Pressemitteilung. Ein Forschungsschwerpunkt wird auf der Verbreitung von und dem Wissen über sexuell übertragbare Infektionen und den damit zusammenhängenden sexuellen Praktiken liegen.

"Die Ergebnisse sollen helfen, Präventions-, Vorsorge- und Versorgungsmaßnahmen im Bereich der sexuellen Gesundheit zu entwickeln", sagt Prof. Peer Briken, Direktor des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des UKE.

Risiko für sexuell übertragbare Infektionen hat zugenommen

"Studien weisen darauf hin, dass in den letzten Jahren das Risiko, sich in Deutschland mit bestimmten sexuell übertragbaren Infektionen zu infizieren, wieder zugenommen hat. Allerdings ist über den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit bestimmter Infektionen und Merkmalen sexueller Gesundheit oder sexuellem Verhalten bislang wenig bekannt. Dies möchten wir durch die GeSiD-Studie ändern", sagt Prof. Arne Dekker, Stellvertretender Direktor des Instituts für Sexualforschung.

Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, ergänzt: "Für eine passgenaue und gelingende Prävention im Bereich HIV und anderer sexuell übertragbarer Infektionen (STI) sind wissenschaftliche Daten unerlässlich. Gerade im Bereich der sexuell übertragbaren Infektionen und der sexuellen Gesundheit fehlte es in Deutschland bisher an den entsprechenden Erkenntnissen." Das soll diese Studie ändern. Die ersten Ergebnisse sollen Ende 2019 vorliegen.

Foto: wayhome studio/fotolia.com

Foto: ©Wayhome Studio - stock.adobe.com

Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Sexuell übertragbare Krankheiten
 

Weitere Nachrichten zum Thema Sexualität

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten

Saubere Hände sind nicht nur in der Corona-Pandemie wichtig. Zahlreiche Erkrankungen lassen sich mit gründlicher Händehygiene vermeiden: Erkältungen, Magen-Darm-Probleme – und sogar Wurm-Erkrankungen. Mit kreativen Ideen kann man Kinder dazu motivieren, dass Hände waschen für sie in bestimmten Situationen des Alltags zum festen Ritual wird.

Seit August ist bekannt, dass die Impfquote in Deutschland höher ist als dem Robert Koch Institut gemeldet. Nun rechtfertigt das RKI die Untererfassung, die nach neusten Schätzungen fünf Prozentpunkte beträgt. Das Digitale Impfquotenmonitoring sei als Mindestimpfquote zu verstehen.
 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin