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Wie halten es die Deutschen mit dem Sex? Neue Studie gestartet

Wie halten es die Deutschen mit dem Sex? Das wollen Hamburger Forscher wissen - und untersuchen in einer bundesweiten Studie das sexuelle Verhalten der Deutschen. Dabei geht es auch um sexuell übertragbare Krankheiten.
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Ein neue Studie ergründet das Sexual-Verhalten der Deutschen

Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) starten jetzt gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid und gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Untersuchung zur „Gesundheit und Sexualität in Deutschland - GeSiD“.

Im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojekts werden in den nächsten Monaten 5.000 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 75 Jahren befragt. GeSiD soll umfassende Basisdaten zu Beziehungen, Erfahrungen und sexuellen Einstellungen erheben und so eine Einschätzung der sexuellen Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland ermöglichen.

Wie halten es die Deutschen mit dem Sex?

Die Adressen der befragten Bundesbürger wurden für das Forschungsvorhaben nach dem Zufallsprinzip aus den Registern der Einwohnermeldeämter gezogen. Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig. Alle Antworten werden vertraulich behandelt und in anonymisierter Form ausschließlich zu statistischen Zwecken ausgewertet.

Die Frage lautet: Wie halten es die Deutschen mit dem Sex? Die Teilnehmenden werden gebeten, Angaben zu ihren bisherigen Erfahrungen mit Liebe, Sexualität und Partnerschaft zu machen. Fragen nach sexuellen Wünschen, aber auch nach sexuellen Problemen werden ebenso gestellt wie Fragen nach sexuell übertragbaren Infektionen.

 

Sexuelle Praktiken und sexuell übertragbare Infektionen

Da sexuelle Gesundheit nicht losgelöst von der allgemeinen gesundheitlichen Situation zu betrachten ist, gibt es auch dazu Fragen, heißt es weiter in einer Pressemitteilung. Ein Forschungsschwerpunkt wird auf der Verbreitung von und dem Wissen über sexuell übertragbare Infektionen und den damit zusammenhängenden sexuellen Praktiken liegen.

"Die Ergebnisse sollen helfen, Präventions-, Vorsorge- und Versorgungsmaßnahmen im Bereich der sexuellen Gesundheit zu entwickeln", sagt Prof. Peer Briken, Direktor des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des UKE.

Risiko für sexuell übertragbare Infektionen hat zugenommen

"Studien weisen darauf hin, dass in den letzten Jahren das Risiko, sich in Deutschland mit bestimmten sexuell übertragbaren Infektionen zu infizieren, wieder zugenommen hat. Allerdings ist über den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit bestimmter Infektionen und Merkmalen sexueller Gesundheit oder sexuellem Verhalten bislang wenig bekannt. Dies möchten wir durch die GeSiD-Studie ändern", sagt Prof. Arne Dekker, Stellvertretender Direktor des Instituts für Sexualforschung.

Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, ergänzt: "Für eine passgenaue und gelingende Prävention im Bereich HIV und anderer sexuell übertragbarer Infektionen (STI) sind wissenschaftliche Daten unerlässlich. Gerade im Bereich der sexuell übertragbaren Infektionen und der sexuellen Gesundheit fehlte es in Deutschland bisher an den entsprechenden Erkenntnissen." Das soll diese Studie ändern. Die ersten Ergebnisse sollen Ende 2019 vorliegen.

Foto: wayhome studio/fotolia.com

Autor: bab
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