. DAK Urlaubsreport 2013

Wer im Urlaub nicht abschaltet, erholt sich nicht

Mal Abschalten vom Alltag, das wollen fast alle in ihrem Urlaub. Doch insbesondere vielen jüngeren Berufstätigen ist dies in diesem Sommer nicht gelungen - meist wegen des Jobs. Das fand die DAK in einer aktuellen Umfrage heraus.
Wer im Urlaub arbeitet, erholt sich nicht

Ständig erreichbar, Stress mit der Familie: Viele jüngere Berufstätige konnten sich im Urlaub nicht erholen

Haben Sie sich in Ihrem Urlaub gut erholt? Diese Frage stellten Mitarbeiter des Forsa-Instituts rund 1.000 Urlaubsrückkehrern ab 14 Jahren im Auftrag der Krankenkasse DAK. Die überwiegende Mehrheit – nämlich 86 Prozent der befragten Sommerurlauber - gab an, sich gut oder sehr gut erholt zu haben. Am meisten von ihrem Urlaub profitierten offenbar Menschen über 60 Jahre. In dieser Altersgruppe sagten nur acht Prozent der Befragten, sie hätten sich in diesem Jahr weniger gut oder überhaupt nicht erholt.

Berufliche Belastung schadet der Erholung

Die 30- bis 44-jährigen Berufstätigen hingegen hatten mit 18 Prozent von allen Befragten die meisten Probleme beim Ausspannen. Hauptgrund ist laut DAK Urlaubsreport 2013 das Nicht-Abschalten-Können. Mehr als jeder zweite Urlauber mit einer schlechten Erholung konnte nach eigenen Angaben nicht vom Job abschalten. Immerhin 13 Prozent der Befragten mussten für ihren Arbeitgeber über Handy oder das Internet erreichbar sein. Andere (26 Prozent) hatten Stress mit Familie oder Freunden und konnten deshalb nicht entspannen. Jeweils 16 Prozent gaben an, dass sie krank und verletzt waren oder schlechtes Wetter hatten.

Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK-Gesundheit überraschen die Ergebnisse wenig: „Der Urlaubsreport 2013 zeigt, dass die Erholung eines Menschen auch stark mit seiner persönlichen Lebensphase zusammenhängt.“ Die berufliche Herausforderung bei den 30- bis 44-Jährigen sei besonders groß. Wer auch im Urlaub an seiner Karriere arbeite, könne sich nicht richtig erholen. Dieser Aspekt sei wichtig bei der Ferienplanung und -gestaltung. „Statt ständig das Handy griffbereit zu haben, sollten besser die eigenen Batterien aufgeladen werden“, betont der Experte. „So sind wir später im Job wieder leistungsfähig und bleiben länger gesund.“

 

Die meisten wollen im Urlaub Stress abbauen

Wer keinen Arbeitsstress im Urlaub hatte und abschalten konnte, erholte sich laut Urlaubsreport deutlich besser. So gaben 64 Prozent der gut erholten Urlauber an, der Hauptgrund sei der fehlende Arbeitsstress gewesen. Bei den 30- bis 44-Jährigen nannten sogar 76 Prozent der Befragten diesen Grund. Am wichtigsten sind den Urlaubern Sonne und Natur sowie Zeit mit der Familie. Dies nannten 82 Prozent sowie 71 aller Befragten. Fast jeder Dritte erklärte, der Verzicht auf Handy oder Internet hätte besonders zur Erholung beigetragen.

Weiter fand der Urlaubsreport heraus, dass viele ihren Sommerurlaub für spezielle Gesundheitsmaßnahmen nutzten. Der gezielte Abbau von Stress war den Urlaubern mit 64 Prozent noch etwas wichtiger als Bewegungs-, Sport- oder Fitnesstraining (63 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten nutzte die Auszeit, um viel zu schlafen und sich gesund zu ernähren. Jeder zehnte erkrankte unterdessen im Urlaub. Erkältungen, Unfälle oder und Depressionen waren laut DAK Urlaubsreport die Hauptgründe, warum sich Menschen krankheitshalber im Urlaub nicht richtig erholen konnten.

Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
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