. Ernährung im Alter

Wenn Hitze auf den Appetit schlägt

Eine schöne warme Gemüsesuppe ist im Winter verlockend. Im Hochsommer schlägt die Hitze jedoch mitunter auf den Appetit. Das geht vor allem Kindern und Senioren so. Doch gerade bei Hitze ist eine ausreichende Mineralstoffaufnahme wichtig. Tipps zum Essen und Trinken für ältere Menschen hält die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bereit.
Ernährung

Die Kunst der Ernährung im Alter besteht daher darin, energiearm aber nährstoffreich zu essen

Im Alter verändert sich die Zusammensetzung des Körpers. Der Körperfettgehalt steigt, Wassergehalt, Knochen- und Muskelmasse jedoch nehmen ab. Auch der Stoffwechsel wird langsamer. In der Folge sinkt der Energiebedarf. Männer im Alter von 65 Jahren brauchen pro Tag 330 kcal (1381kJ) weniger als 25jährige Männer. Bei Frauen ist der Unterschied mit rund 170 kcal (711 kJ) nicht ganz so groß. Das Problem: Trotz des sinkenden Kalorienbedarfs braucht der Körper die gleiche Menge an Vitaminen und Mineralstoffen. Teilweise, wie etwa bei Vitamin D, steigt der Bedarf sogar.

Wenig Kalorien, viele Nährstoffe

Die Kunst der Ernährung im Alter besteht daher darin, energiearm aber nährstoffreich zu essen. Das gilt auch und besonders bei Hitze. Wenn der Appetit unter den hohen Temperaturen leidet, dann bieten Obst und Salate gleichzeitig eine Erfrischung und wichtige Vitamine und Spurenelemente. Doch auch Getreide- und Milchprodukte sollten ausreichend aufgenommen werden. Denn sie liefern Ballaststoffe und Calcium. Zu den Getreideprodukten zählen neben Brot und Brötchen auch Nudeln und Reis. Vollkornprodukte sind ernährungsphysiologisch zu bevorzugen. Geeignete Milchprodukte für den Sommer sind unter anderem Trinkjoghurts, Buttermilch oder Milchshakes mit frischem Obst. Sie tragen zugleich dazu bei, dass genug Flüssigkeit aufgenommen wird. Nicht zuletzt sind viele Speiseeissorten auf Milchbasis.

Bei Hitze bleibt die Küche kalt

Wenn draußen 30 Grad und mehr herrschen, kann der Herd auch mal kalt bleiben. Salate allein reichen zur Energiezufuhr zwar nicht aus. Doch schmecken Tomaten, Gurken, Paprika, Radieschen und Blattsalat auch mit geröstetem Brot, Käsewürfeln oder Schinkenscheiben. Ein kurz gebratenes mageres Steak, Fischfilet oder gekochte Eier können ebenfalls eine nahrhafte Zugabe zum Salat sein. Wichtig ist, dass genug Mineralstoffe aufgenommen werden. Denn die schwitzt der Körper leicht aus. Deshalb ist im Sommer Mineralwasser dem Leitungswasser vorzuziehen.

Zu viel Fett oder Eiweiß sollte es aber nicht sein. Auf Alkohol verzichten hitzeempfindliche Menschen bei hohen Temperaturen am besten ganz. Gut für den Trinkgenuss ist dagegen eine alkoholfreie Fruchtbowle. Verwendet man dazu auch Zitrone und Minze, dann wirkt der Drink kühlend. Neben Minze haben auch Schafgarbe, Verbene und Lavendel einen erfrischenden Effekt.

Foto: contrastwerkstatt – fotolia.com

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