. Verständnis für Demenzkranke

"Wenn die Grossmutter demenzkrank ist"

Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen, wenn ein Familienmitglied demenzkrank ist. Die neue Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft wendet sich an Eltern, aber auch an Mitarbeiter von Beratungsstellen, die junge Menschen dabei unterstützen möchten, Verständnis für Demenzkranke zu entwickeln und besser mit der Situation umzugehen.
"Wenn die Grossmutter demenzkrank ist"

Foto: DAK

 

"Die Broschüre gibt Rat für schwierige Situationen. Sie betont aber auch, dass es im Zusammensein von jungen Menschen und demenzkranken Familienmitgliedern viele positive Begegnungen geben kann", sagt Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. "Besonders kleine Kinder haben oft eine spontane, herzliche Beziehung zu einem demenzkranken Elternteil, und viele Jugendliche wollen gerne etwas für ihre Grosseltern tun."

Belastende Situationen treten aber immer wieder auf. So erzählt zum Beispiel die 16-jährige Ines: "Ich kam gar nicht damit klar, dass meine Oma mich immer angemeckert hat von wegen ‚Lass mich in Ruhe, du alte Hexe!' Irgendwann war ich richtig krank deswegen."

Basiswissen und Tipps

Die Autorin der Broschüre, Dr. H. Elisabeth Philipp-Metzen, konnte auf eine wissenschaftliche Untersuchung über Enkel demenzkranker Grosseltern und reichhaltige praktische Erfahrungen zurückgreifen. Die Broschüre vermittelt Basiswissen über die Symptome und Verläufe von Demenzerkrankungen, erläutert die Rollen von Kindern, Jugendlichen und Grosseltern und gibt Tipps zum Umgang mit demenzkranken Grosseltern sowie Anregungen für gemeinsame Aktivitäten von Kindern und Grosseltern. Schwierige Situationen werden besprochen, und mit Hilfe von Checklisten kann festgestellt werden, ob ein junger Mensch oder gar die gesamte Familie mit der Betreuungssituation überlastet ist. Dann ist oftmals ein Beratungsgespräch und die Suche nach Unterstützung zu empfehlen

Heute leben etwa 1,2 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen in Deutschland. Ungefähr 60% von ihnen leiden an einer Demenz vom Alzheimer-Typ. Ihre Zahl wird bis 2050 auf 2,6 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt

Broschüre "Wenn die Großmutter demenzkrank ist"

 "Wenn die Grossmutter demenzkrank ist. Hilfen für Eltern und Kinder", Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Praxisreihe, Band 11, 1. Auflage 2010, 80 Seiten, 4 €.

Bestellungen:

Deutsche Alzheimer Gesellschaft

http://www.deutsche-alzheimer.de/index.php?id=39&no_cache=1#3

Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Hans-Jürgen Freter
Friedrichstrasse 236, 10969 Berlin,
Tel. 030 / 259 37 95 - 0

mailto:info@deutsche-alzheimer.de<//font><//u>

<//span>Internet:

 http://www.deutsche-alzheimer.de/

Hauptkategorien: Demografischer Wandel , Pflege

Weitere Nachrichten zum Thema Demenz

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
. Weitere Nachrichten
Rauchen ist ein bekannter Risikofaktor für Parodontitis. Wie groß der Einfluss wirklich ist und wie viele Parodontitisfälle auf den Tabakkonsum zurückzuführen sind, haben nun Zahnmediziner der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel berechnet.
Der Konsum von Computer, Smartphone und Co. könnte bei Kleinkindern zu Verhaltensauffälligkeiten wie Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit führen. Das haben Wissenschaftler der Universität Leipzig herausgefunden. Sie warnen vor einem regelmäßigen Gebrauch elektronischer Medien durch kleine Kinder.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Interviews
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.
Das Chronische Fatigue Syndrom (CFS) bedeutet für viele Patienten meist einen weitgehenden Verlust ihres bisherigen Lebens. Dennoch gibt es bisher kaum wirksame Therapien und zu wenig Forschung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen über die Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten gesprochen.