. Diabetes

Welt-Diabetes-Tag 2013

Immer mehr Menschen leiden an Diabetes, obwohl sich der Erkrankung durch einfache Lebensregeln wirksam vorbeugen lässt. Diabetes ist damit zu einer der größten Herausforderungen für das Gesundheitssystem geworden. Der Welt-Diabetes-Tag 2013 informiert.
Welt-Diabetes-Tag 2013

Diabetes ist zu einer Wohlstands-Epidemie geworden.

385 Millionen Menschen weltweit haben Diabetes, die meisten davon Diabetes Typ 2. Damit ist Diabetes zu einer der größten Gesundheitsgefahren überhaupt geworden. In Deutschland sind rund sieben Millionen Menschen betroffen – weitere drei Millionen wissen Schätzungen zufolge nichts von ihrer Erkrankung. Auf die Dimensionen der Erkrankung und die Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun, will der Welt-Diabetes-Tag 2013 aufmerksam machen.

Obwohl sich mit einigen Lebensregeln wie gesunder Ernährung und körperlicher Aktivität der Krankheit wirksam vorbeugen lässt, erkranken immer mehr Menschen an Diabetes mellitus Typ 2. Experten beklagen daher, dass nach wie vor zu wenig für die Primärprävention von Diabetes getan wird. Auch wird die Erkrankung von vielen Betroffenen nicht ernst genug genommen. Dabei können die Folgen von Diabetes gravierend sein.

Folgen von Diabetes oft unterschätzt

Der erhöhte Blutzuckerspiegel schädigt die Organe dauerhaft, auch wenn die Veränderungen zunächst schleichend und kaum merkbar eintreten. Die Folgen zeigen sich vor allem an den Gefäßen. Das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie für arterielle Verschlusskrankheiten in den Beinen nimmt zu.

Eine weitere Folge von Diabetes kann eine Beeinträchtigung der Sehkraft bis hin zur Erblindung sein. Immerhin 11 Prozent der Diabetespatienten leiden unter Schäden an den Augen. Des Weiteren drohen Probleme mit den Nieren, so dass teilweise sogar eine Dialyse notwendig wird, sowie Schäden an den Nerven. Eine häufige Folge von Diabetes ist der sogenannte „diabetische Fuß“, bei dem es aufgrund von Durchblutungsstörungen und einer mangelnden Versorgung der Füße mit Nährstoffen zu chronischen Wunden kommt. Häufig ist sogar eine Amputation nötig.

Welt-Diabetes-Tag ist offizieller Tag der Vereinten Nationen

Der Welt-Diabetes-Tag wurde 1991 von der International Diabetes Federation (IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen, um auf die steigende Verbreitung von Diabetes-Erkrankungen aufmerksam zu machen. Im Jahr 2006 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 14. November zu einem jährlich zu begehenden Tag der Vereinten Nationen. Der Welt-Diabetes-Tag ist damit nach dem Welt-AIDS-Tag der zweite offizielle UN-Tag, der einer Krankheit gewidmet ist.

Foto: © DOC RABE Media - Fotolia.com

Autor:
Hauptkategorie: Medizin

Weitere Nachrichten zum Thema Diabetes

| Um das weltweite Übergewicht und seine Folgeerkrankungen einzudämmen, fordert die Weltgesundheitsorganisation WHO eine Zuckersteuer – genauer gesagt: eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Dies teilte die Organisation am Dienstag anlässlich des Welt-Adipositas-Tags mit.
| Parodontitis und Diabetes treten häufig zusammen auf und können sich gegenseitig negativ beeinflussen. Experten fordern daher eine engere Zusammenarbeit zwischen Diabetologen und Zahnärzten. Außerdem sollte Parodontitis in den Diabetespass aufgenommen werden.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
. Weitere Nachrichten
Wer regelmäßig Sport treibt, wird seltener krank und kann den Alterungsprozess in einigen körperlichen Bereichen um zehn Jahre zurückdrehen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Langzeitstudie „Gesundheit zum Mitmachen“.
Die (hATTR) Amyloidose ist eine seltene Erbkrankheit mit einer geringen Lebenserwartung. Hoffnung macht jetzt ein neues Medikament, das bereits die klinischen Phase III erfolgreich absolviert hat. Die Zulassung könnte schon nächstes Jahr erfolgen.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.