Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Weihnachten: Wie man sich und seine Liebsten vor einer Corona-Infektion schützt

Mittwoch, 22. Dezember 2021 – Autor:
Es ist ein in jeder Hinsicht heiliges Ritual in unserem Kulturkreis: Weihnachten in der Familie. Im zweiten Corona-Winter und zu Beginn der möglicherweise heftigsten Pandemiewelle könnte das Fest der Liebe aber auch zu einem Fest der Viren werden – und einem Gesundheitsrisiko für einen selbst und einem nahestehende Menschen. Ratschläge der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für ein sicheres Weihnachten.
Weihnachten in der Familie mit Corona-Masken.

„Verabreden Sie sich nur im kleinsten Kreis“, rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für das Weihnachtsfest unter Corona-Bedingungen. – Foto: AdobeStock/BASILICOSTUDIO STOCK

Weihnachten wirkt in vielen Familien wie ein sozialer Magnet: An Weihnachten kommen alle – egal, wo auf der Welt sie gerade leben, arbeiten, studieren. Doch die besondere Intimität des Fests macht es in Corona-Zeiten auch zu einem besonderen Risiko. Miteinander anstoßen, tafeln, Geschenke auspacken, singen, sich in die Arme fallen – die schönsten Dinge sind plötzlich die gefährlichsten. Damit Weihnachten 2021 nicht in der Quarantäne oder im Krankenhaus endet – vor allem für die Alten und chronisch Kranken in der Familie –, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rechtzeitig zum Fest einen Katalog mit gesundheitsdienlichen Verhaltensregeln erarbeitet: Dinge, die man vor einem Treffen tun kann und sollte, währenddessen – und danach.

Corona-Prävention beginnt schon vor den Feiertagen

Die Corona-Prävention beginnt laut BZgA bereits vor den Feiertagen. Geraten wird hier, seine sozialen Kontakte einzuschränken und sich nur im kleinsten Kreis zu treffen – und dies idealerweise draußen, im Freien. Empfohlen wird auch, sich und sein Umfeld mit einer Corona-Schutzimpfung zu schützen. „Stärken Sie Ihren Impfschutz, wenn möglich, mit einer Auffrisch-Impfung und bestärken Sie andere, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen", so die BZgA. Kurz vor einem Treffen ist es demnach ratsam, einen Antigen-Schnelltest zu machen, denn das Coronavirus kann auch ohne Krankheitszeichen übertragen werden. Dies gilt vor allem, wenn Sie die Festtage mit älteren oder vorerkrankten Personen verbringen. Während eines Treffens bietet die Einhaltung der AHA+L+A-Maßnahmen zusätzlichen Schutz vor einer Infektion mit Sars-CoV-2.

 

Weihnachten: Der Anti-Corona-Verhaltenscodex der BZgA

„Die Corona-Lage ist zur Zeit sehr ernst“, so die Einschätzung der Bundeszentrale. „In diesem Winter sollten wir uns daher besonders schützen.“ In einem extra entwickelten Regelkatalog zeigt die Bundeszentrale auf, was man tun kann, wie man sich selbst und seine Lieben in den Wochen vor und nach den Festtagen vor Corona möglichst gut schützen kann. Hier die Tipps im Detail:

Vor den Feiertagen:

  • Schränken Sie Ihre Kontakte ein. Wenn wir weniger Menschen treffen, stecken wir uns seltener an. Sagen Sie Treffen ab, die nicht dringend notwendig sind und verabreden Sie sich nur im kleinsten Kreis.
  • Schützen Sie sich und Ihr Umfeld mit der Corona-Schutzimpfung. Lassen Sie sich gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen. Stärken Sie Ihren Impfschutz gegebenenfalls mit einer Auffrisch-Impfung. Unterstützen Sie auch Ihr Umfeld dabei, sich impfen zu lassen.

Kurz vor einem Treffen:

  • Bleiben Sie bei Krankheitszeichen zu Hause. Das gilt auch, wenn jemand aus Ihrem Haushalt Krankheitszeichen hat. Meiden Sie Kontakte, um niemanden anzustecken.
  • Treffen Sie sich möglichst draußen. Denn: In Innenräumen kann man sich leichter mit dem Coronavirus anstecken.
  • Achten Sie auf die gegenwärtigen Bestimmungen. Informieren Sie sich über die Regelungen bei Ihnen vor Ort. Besondere Regeln gibt es zum Beispiel auch bei Reisen, Veranstaltungen oder Restaurantbesuchen.
  • Machen Sie einen Corona-Test, besonders vor Treffen mit gefährdeten Personen. Denken Sie daran: Auch ohne Krankheitszeichen kann man das Coronavirus übertragen.

Während des Treffens:

  • Schützen Sie sich zusätzlich durch AHA+L+A: Abstand halten, Hygiene beachten (z. B. Hände waschen, in die Armbeuge husten oder niesen), Alltag mit Maske, Lüften und die Corona-Warn-App nutzen.

Nach dem Treffen:

  • Informieren Sie Ihr Umfeld bei einem positiven Corona-Test oder Krankheitszeichen. Sollten Sie trotz aller Maßnahmen nach einem Treffen Krankheitszeichen oder ein positives Testergebnis haben, kontaktieren Sie sofort alle Kontaktpersonen. Warnen Sie andere mit der Corona-Warn-App.
Hauptkategorie: Corona
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Infektionskrankheiten , Coronavirus
 

Weitere Nachrichten zum Thema „Covid-19-Infektionsschutz“

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Die Wirkungen und Nebenwirkungen der Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise seien kaum zu beurteilen. Das erklärte Prof. Hendrik Streeck am Freitag in Berlin. Der Virologe gehört zu der Sachverständigenkommission, die diese evaluieren sollte.

Hunde haben einen außergewöhnlichen Geruchssinn. In Studien wurde bereits gezeigt, dass sie eine akute Covid-19-Infektion erkennen können. Jetzt wurde das auch für Long-Covid gezeigt. Über das Phänomen berichtet die Tierärztliche Hochschule Hannover.

 
Interviews
Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin