Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Wegen Hitze: ADAC Rettungshubschrauber praktisch pausenlos im Einsatz

Montag, 5. August 2019 – Autor:
Die anhaltende Hitze hält auch die ADAC Luftrettung in Atem. Einen Rekord gab es am 4. Juli in Berlin. Mehr als 13 Mal musste der Christoper-Hubschrauber an diesem Tag ausrücken, um Kranke zu retten. Herz-Kreislauferkrankungen waren der häufigste Grund.
ADAC Rettungshubschrauber, Hitze

Luftrettung mitten in Berlin: Mit 13 Notfalleinsätzen flog der ADAC-Rettungshubschrauber am 4. Juli einen Rekord in der Hauptstadt ein

Wegen anhaltender Hitze musste der ADAC-Rettungshubschrauber im Juli bundesweit 5.555 Einsätze fliegen. Das ist mehr als gewöhnlich und noch einmal eine Steigerung gegenüber dem extrem heißen Juli 2018 mit überdurchschnittlichen 5.507 Rettungseinsätzen.

Normalerweise rückt der gelbe Christoper 31 etwa 150 Mal am Tag in Deutschland aus, um Kranke oder Unfallopfer zu retten. Im Juli 2019 waren es im Schnitt jedoch 180 Einsätze, also eine Steigerung um 20 Prozent. Am 24. Juli flog das ADAC Rettungsteam die meisten Einsätze in diesem Jahr: 203-mal rückten die Rettungshubschrauber der 36 Luftrettungsstationen in Deutschland an diesem Sommertag aus. Jeder zweite Notfall war eine Herz-Kreislauferkrankung, meldet der ADAC.

Berlin stellt am 4. Juli Rekord auf

In Berlin war der bisherige Rekordtag dagegen am 4. Juli. Mit 13 geflogenen Einsätzen war der "Christoph 31" an diesem Tag praktisch pausenlos im Einsatz - 70 Prozent davon wegen akuter Herz-Kreislauferkrankungen wie etwa einem Herzinfarkt. Augenblicklich ist der ADAC-Rettungshubschrauber  am Berliner Flughafen Schönefeld stationiert, da der Landeplatz auf dem Charité Campus Benjamin Franklin in Berlin-Steglitz umgebaut wird. Ende Juni flog "Christoph 31" den 75.000ten Einsatz seit Beginn der Luftrettung in Berlin im Jahr 1987. Diese Zahl ist weltweit einmalig für einen Rettungsdienst aus der Luft.

 

50 Rettungshubschrauber bundesweit im Einsatz

In der ADAC Luftrettung arbeiten mehr als 1.000 Menschen, darunter rund 160 Piloten, etwa 260 Notfallsanitäter und rund 580 Notärzte. Die Flotte des ADAC umfasst 50 modernste Rettungshubschrauber, die bundesweit an 36 Stationen beheimatet sind. Damit ist der ADAC eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas.

Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem und werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. "Gegen die Zeit und für das Leben" lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert wird oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz.

Foto: ADAC Luftrettung

Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Berlin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Notfallmedizin , Herz-Kreislauf-System , Herzinfarkt
 

Weitere Nachrichten zum Thema Rettungshubschrauber

Seit Anfang Oktober 2011 ist auf dem Dach des Unfallkrankenhauses Berlin ein fabrikneues Hubschraubermodell, der Eurocopter des Typs EC 145 rund um die Uhr startbereit. Damit können schwer verletzte oder erkrankte Patienten noch sicherer auf dem schnellsten Wege in die Spezialklinik in Marzahn transportiert werden.

20.07.2009

Der Intensiv-Transport-Hubschrauber "Christoph Berlin" hat ein neues Zuhause: Auf dem Dach des Unfallkrankenhauses Berlin (ukb) wurde am 14. Juli 2009 der neue gläserne Hangar samt neuem Landeplatz eingeweiht. "Christoph Berlin" ist seit Schliessung des Flughafens Tempelhofs im Oktober 2008 am ukb in Berlin-Marzahn stationiert.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Sprechen oder schweigen? Vor dieser Entscheidung stehen viele chronisch Kranke, die im Berufsleben stehen. Niemand muss mit dem Arbeitgeber darüber reden – schließlich ist Gesundheit Teil der Privatsphäre. Ein offener Umgang damit kann dennoch hilfreich sein – vor allem, wenn Betriebe ihrerseits aufgeschlossen sind und Betroffenen Unterstützung anbieten.


 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin