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Was ist die beste Ernährung für Diabetes-Patienten?

Low Carb, Low Fat, mediterran - was ist die beste Ernährung für Diabetes-Patienten? Im Vorfeld des Welt-Diabetes-Tages am 14. November rät die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zu einer individuellen Ernährungsberatung.
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Diabetes-Patienten sollten sich bezüglich der besten Ernährung individuell beraten lasen

Low Carb, Low Fat, mediterran - was ist die beste Ernährung für Diabetes-Patienten? Das diskutierten Experten der  Deutschen  Diabetes Gesellschaft (DDG) im Vorfeld des Welt-Diabetes-Tages am 14. November.

In den letzten Jahren ist es schon beinahe zum Modetrend geworden: Wer abnehmen oder seinem Stoffwechsel etwas Gutes tun möchte, achtet auf "Low Carb" - also eine Ernährung mit möglichst geringem Kohlenhydratanteil. Diese Ernährungsform ist grundsätzlich auch für Menschen mit Diabetes Typ 2 oder Prädiabetes zur Gewichtsabnahme geeignet.

Kohlenhydratanteil von weniger als 45 Prozent

Eine Konsensus-Erklärung der Amerikanischen Diabetes Gesellschaft ADA betont jedoch, dass auch andere Ernährungsweisen dafür infrage kommen können. Der Ausschuss Ernährung der DGG analysierte den ADA-Report und stellte die Ergebnisse auf der 13. Diabetes Herbsttagung in Leipzig vor.

Als "Low Carb"-Ernährung gilt laut der ADA-Definition eine Ernährung mit einem Kohlenhydratanteil von weniger als 45 Prozent der Gesamtenergiezufuhr, bei "Very-Low Carb" stammen sogar weniger als 26 Prozent der aufgenommenen Energie aus Kohlenhydraten.

 

Bei Low Carb droht Gefahr der Unterzuckerung

"In kurzfristigen Studien bis zu sechs Monaten Dauer kann eine kohlenhydratarme Ernährung den HbA1c-Wert der Probanden ebenso senken wie den Blutdruck, die Triglyzeride und die Menge der Diabetesmedikation", sagt Prof. Diana Rubin, Chefärztin und Leiterin des Zentrums für Ernährungsmedizin am Vivantes Klinikum Spandau und Humboldt-Klinikum Berlin.

Diese positiven Effekte ließen sich in längerfristigen Studien jedoch nicht aufrechterhalten - vermutlich, weil es den Probanden zu schwerfällt, die strengen Diätvorgaben auf Dauer einzuhalten. Auch aus anderen Gründen ist eine strenge "Low Carb"-Diät nicht unproblematisch: Zum einen kann es unter Diabetesmedikation rasch zu einem Unterzucker kommen; die Ernährungsumstellung sollte daher immer ärztlich begleitet werden, heißt es weiter in einer Pressemitteilung.

Auch "High Carb"-Ernährung kann geeignet sein

Zum anderen besteht die Gefahr, dass die Patienten sich deutlich fetthaltiger ernähren."Ernährungsempfehlungen sollten daher auch eine qualitative Bewertung der Makronährstoffe beinhalten", sagt Rubin, die den Vorsitz des Ausschusses Ernährung der DDG innehat. So könne eine moderate "Low Carb"-Ernährung durchaus empfehlenswert sein, wenn sie - wie bei mediterranen Ernährungsmustern - einen hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren enthalte.

Eine "High Carb"-Ernährung könne bei einem hohen Ballaststoffanteil und niedriger glykämischer Last aber ebenso geeignet sein. "Aus unserer Sicht macht es daher keinen Sinn, lediglich einen Makronährstoff in der Nahrung zu begrenzen", so Rubin. Allgemein gültige Idealwerte für die Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydrataufnahme gebe es nicht.

Was ist die beste Ernährung für Diabetes-Patienten?

Was die beste Ernährung für Diabetes-Patienten ist, lässt sich nur in einer individuellen und qualifizierten Ernährungsberatung feststellen. "Damit Ernährungsempfehlungen für den Patienten umsetzbar sind, müssen sie immer individuell zugeschnitten sein und verschiedene Diabetes-Typen, Behandlungsformen, soziale Aspekte sowie persönliche Vorlieben berücksichtigen", sagt Tagungspräsident Dr. Nikolaus Scheper, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen.

Foto: rh2010/adobe.com

Autor: bab
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