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Warum so viele ältere Menschen das Trinken vergessen

Viel Trinken ist bei der Hitze ein Muss. Doch ältere Menschen trinken meist viel zu wenig. Warum, das hat die TK in einer Umfrage ermittelt.
Ältere Menschen haben oft kein Durstgefühl. Das Trinken wird schlicht vergessen

Ältere Menschen haben oft kein Durstgefühl. Das Trinken wird schlicht vergessen

Es ist heiß und unser Körper braucht jetzt viel Flüssigkeit. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 1,5 bis 2,5 Litern am Tag. Auf diese Trinkmenge kommen jedoch Senioren oft nicht. Das kann gefährlich für den Kreislauf werden. Der Körper trocknet aus. Dehydration heißt das im Fachjargon und die kann zu Verwirrtheit, Schwäche und Schwindel führen.

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat nun rund 500 Senioren zu ihrem Trinkverhalten befragt. Danach trinken 41 Prozent der Menschen über 65 Jahre weniger als 1,5 Liter pro Tag.

Viele ältere Menschen haben keinen Durst

Befragt nach den Gründen geben 19 Prozent an, dass ihnen das ausreichende Trinken im Alltag eher schwerfällt. Mehr als zwei Drittel (77%) begründen ihr Trinkverhalten mit mangelndem Durst und 72 Prozent vergessen das Trinken schlicht. Dass man durch wenig Trinken, die Zahl der Toilettengänge reduzieren möchte, gibt jeder fünfte an.

 

Dehydration vorbeugen

Wie könnten Senioren motiviert werden mehr zu trinken? 43 Prozent würden begrüßen, von anderen Menschen daran erinnert zu werden; und 20 Prozent halten es für hilfreich, sich mit Notizen zu erinnern. Wiebke Arps aus dem Gesundheitsmanagement der TK hat noch einen weiteren Ratschlag: „Stellen Sie sich schon morgens die tägliche Trinkmenge sichtbar hin“, sagt sie. So kann eine große Kanne oder Flasche Wasser sichtbar platziert am Schreibtisch oder auf dem Wohnzimmertisch, ans tägliche Trinken erinnern.

Gerade bei heißem Wetter sei es wichtig ausreichend und regelmäßig Flüssigkeit zu sich zu nehmen, „auch wenn sich das Durstgefühl nicht meldet", so Arps.

Hitzschlag vermeiden durch kalte Umschläge

Viel Trinken ist gerade bei der Hitze ein Muss, denn der Körper verliert jetzt viel Wasser. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Hitzschlag kommen – einem Wärmestau im Körper, der bis zur Bewusstlosigkeit führen kann. Wer in einer überhitzten Wohnung wohnt, sollte sich regelmäßig mit kalten Wassergüssen abkühlen. Ein kalter Waschlappen auf der Stirn oder auf den Waden sorgt ebenfalls für wohltuende Abkühlung. Getrunken werden sollte klares Wasser oder leichte Saftschorlen und Tee. Alkohol ist tabu, da er dem Körper noch mehr Flüssigkeit entzieht.

Foto: © Adobe Stock/Kzenon

Autor: ham
Hauptkategorien: Demografischer Wandel , Medizin
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