. Umfangreiche Bauarbeiten am Vivantes-Klinikum Neukölln geplant

Vivantes weist im Jahresabschluss 2017 erneut Gewinn aus

Der Berliner Klinikriese Vivantes weist in seinem Jahresabschluss 2017 erneut einen Gewinn aus und plant ein Großbauprojekt an seinem größten Klinikum in Berlin-Neukölln.
Vivantes schließt 2017 mit Gewinn ab

Schwarze Zahlen und große Baupläne in der Vivantes Konzernzentrale.

Der größte kommunale Krankenhauskonzern in Deutschland schreibt für das vergangene Jahr ein Plus von 21,4 Millionen Euro. 2016 lag der Gewinn bei 13,2 Millionen Euro. Seit 2004 schreibt die kommunale Vivantes GmbH durchgehend schwarze Zahlen. Auch der Umsatz steigt stetig. Im Jahr 2017 erreichte er 1,24 Milliarden Euro.

Die acht Krankenhäuser von Vivantes haben 2017 mehr Patienten versorgt und mehr Personal beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern stieg von 15.467 im Jahr 2016 auf 16.136. Insgesamt 245.618 Patienten sind stationär behandelt worden. 2016 waren es 243.556. Die Zahl der ambulant behandelten Patienten hat von 331.873 im Jahr 2016 auf 332.113 im vergangenen Jahr zugenommen.

Vivantes-Chefin Grebe zeigt sich stolz auf Gewinn und Leistung

Vivantes-Geschäftsführerin Dr. Andrea Grebe zeigte sich stolz auf das Erreichte. „Dies bestätigt die strategische Ausrichtung des Vivantes Netzwerks. Vivantes braucht auch zukünftig die marginale, aber stabile Umsatzrendite von rund einem Prozent, um solide weiter in die Qualität der Versorgung investieren zu können“, so Grebe.

Im Bereich der Investitionen hat Vivantes von 68 Millionen im Jahr 2016 auf 82 Millionen Euro 2017 aufgestockt. Rund zwei Drittel der investierten Gelder (55 Mio. Euro) kommen aus Eigenmitteln des Unternehmens. An sechs Standorten wurde 2017 gebaut. Größtes Einzelprojekt war zuletzt der über kreditfinanzierte Eigenmittel realisierte Ersatzneubau am Standort im Friedrichshain in Höhe von 105 Millionen Euro mit rund 400 Betten.

 

Großer Investitionsbedarf am Klinikum Neukölln

Noch größer ist der Investitionsbedarf am Klinikum Neukölln. Dort ist das in den 1980er Jahren errichtete Hauptgebäude, dringend sanierungsbedürftig. Erste Sanierungen in einzelnen Teilen des Gebäudes sollen 2018 stattfinden. Vorbereitende Maßnahmen zum Beispiel an der Technikzentrale, der Zentralsterilisation und der  Infrastruktur wie Strom und Trinkwasser sind den Angaben zufolge bereits erfolgt.

Die Generalüberholung ist erst ab 2020 geplant. Weil sie bei laufendem Betrieb erfolgen muss, wird nördlich des Haupthauses ein Ausweichbau errichtet. Dieser sogenannte „Nordkopf“ soll als Drehscheibe für die Sanierung dienen. Im Neubau sollen den Angaben zufolge vor allem eine größere Rettungsstelle, OP-Säle und Funktionsbereiche aber auch etliche Bettenstationen Platz finden.

Im Personalbereich kündigte Vivantes an, dass die Ausbildungsplätze in der Kinderkrankenpflege und der allgemeinen Krankenpflege verdoppelt werden sollen. Derzeit bietet das Unternehmen insgesamt 999 Ausbildungsplätze in verschiedenen Berufen. In dem 2013 gestarteten Programm zur Ausbildung von Altenpflegekräften aus dem Ausland sind 173 vietnamesische Azubis beschäftigt.

Foto: Vivantes / Jan Roehl

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik
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