Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren beugen Autoimmunerkrankungen vor

Dienstag, 23. November 2021 – Autor:
Ältere Erwachsenen, die fünf Jahre lang Vitamin D3 und/oder Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen, reduzierten ihr Risiko für Autoimmunerkrankungen um 25 bis 30 Prozent.
Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren könnten Autoimmunerkrankungen vorbeugen

– Foto: Adobe Stock/gamjai

Ältere Erwachsenen, die fünf Jahre lang Vitamin D3 und/oder aus Fischöl gewonnene Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen, reduzierten ihr Risiko für Autoimmunerkrankungen im 25 bis 30 Prozent. Das zeigt eine US-Studie, die auf dem American Congress of Rheumatology vorgestellt wurde. 

Hintergrund: In Beobachtungsstudien wurde Vitamin D mit einem verringerten Risiko für mehrere Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht, eine große randomisierte, kontrollierte Studie fehlte.

Männer ab 50, Frauen ab 55 Jahren

Aus Fischöl gewonnene Omega-3-Fettsäuren verringern systemische Entzündungen und lindern die Symptome bei einigen Autoimmunerkrankungen, aber bislang wurde nicht untersucht, ob eine Supplementierung das Risiko für die Entwicklung einer Autoimmunerkrankung senkt.

Die Forscher um Jill Hahn von der Harvard T.H. Chan School of Public Health starteten die randomisierte, kontrollierte und doppelblinde VITAL-Studie, an der insgesamt 25.871 Männer und Frauen ab 50 beziehungsweise 55 Jahren teilnahmen. Das Durchschnittsalter betrug 67,1 Jahre.

 

Vitamin D3, Omega 3-Fettsäuren oder Placebo

Sie erhielten im Zeitraum von 2011 bis 2017 Vitamin D3 (2000 IE/d) und/oder Omega-3-Fettsäuren (1000 mg/d) oder Placebo. Das Auftreten von ärztlich diagnostizierten  Autoimmunerkrankungen wurden von den Teilnehmern jährlich gemeldet und durch Durchsicht der Krankenakte bestätigt.

Dazu zählten rheumatoide Arthritis, Polymyalgia rheumatica, autoimmune Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoditis, Psoriasis und andere. Während der mittleren Nachbeobachtungszeit von 5,3 Jahren wurde bei 117 Teilnehmern in der Vitamin-D3-Gruppe und 150 in der Placebo-Gruppe eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert. Das Risiko sank damit um 22 Prozent, sogar um 39 Prozent, wenn die ersten beiden Jahre nach dem Studien-Start nicht betrachtet wurden.

Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren beugen Autoimmunerkrankungen vor

Bei 123 Teilnehmern der Omega-3-Fettsäuren-Gruppe und 144 in der Placebo-Gruppe wurde eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert. Das Risiko sank um 15 beziehungsweise um 10 Prozent, wenn die ersten beiden Jahre nicht betrachtet wurden. Insgesamt sank das Risiko für Autoimmunerkrankungen unter Vitamin D und/oder Omega-3-Fettsäuren um 25 bis 30 Prozent im Vergleich zu den Probanden, die Placebo erhielten.

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Autoimmunerkrankungen , Nahrungsergänzungsmittel , Vitamin D
 

Weitere Nachrichten zum Thema Nahrungsergänzungsmittel

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Plötzlicher Herzstillstand: Für zufällig Anwesende oder Angehörige ist das selbst eine Extremsituation. Aus Aufregung oder aus Angst davor, etwas falsch zu machen, wird oft gar nichts gemacht. Dabei kommt es hier wirklich auf Minuten an – und durch entschlossenes Handeln kann man Leben retten. Eine App der Deutschen Herzstiftung begleitet Laien dabei, im Herznotfall richtig zu reagieren.


Sie gehört zu den heftigsten Schmerzerfahrungen, die Menschen machen können. Schauplatz der Attacken ist das besonders stark mit Nerven versorgte und deshalb besonders empfindliche Gesicht. Frauen trifft es häufiger als Männer, meist beginnt die Schmerzkrankheit ab einem Alter von 40: die Trigeminusneuralgie.
 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin