. Grüner Tee

Vielversprechende Studien zu grünem Tee

Grüner Tee rückt immer stärker in den Fokus der medizinischen Forschung. Aktuelle Studien liefern vielversprechende Ergebnisse zu den positiven gesundheitlichen Wirkungen des traditionellen Getränks.
Studien zu grünem Tee vielversprechend

Immer mehr Menschen vertrauen auf die heilsame Wirkung des grünen Tees

Grüner Tee wird immer beliebter, und viele Menschen glauben an seine gesundheitsfördernden Eigenschaften. Von Diabetes über Krebs bis hin zu Alzheimer und Multipler Sklerose – Bei all diesen Krankheiten werden grünem Tee positive Effekte zugesprochen. Doch eindeutige Daten, die das belegen könnten, waren bisher selten. Das scheint sich nun allmählich zu ändern. Denn grüner Tee ist zu einem beliebten Forschungsobjekt bei Medizinern geworden. Über 100 Studien weltweit befassen sich derzeit mit den medizinischen Effekten des Getränks – teilweise mit vielversprechenden Ergebnissen.

Der Stoff, der den grünen Tee zu einem scheinbaren Allheilmittel macht, heißt Epigallocatechingallat, kurz EGCG. Erst kürzlich haben Wissenschaftler beispielsweise entdeckt, dass eine ausreichende Menge an EGCG das Wachstum von Tumoren bremsen kann. Im Mausmodell verkleinerte sich durch die Gabe des Polyphenols die Menge der Krebszellen. Die Ursache wird darin vermutet, dass EGCG einerseits die Bildung von Blutgefäßen hemmen und andererseits Schäden an der Erbsubstanz verhindern kann.

Wirkung von grünem Tee bei Alzheimer und Multipler Sklerose?

Eine andere aktuelle Studie liefert Hinweise auf eine positive Wirkung von grünem Tee auf den Blutzucker. Schon wenige Tassen Tee scheinen, wenn sie zum Essen getrunken werden, den Anstieg des Blutzuckers nach einer stärkehaltigen Mahlzeit zu halbieren. Der Grund dafür liegt darin, dass EGCG die Stärkespaltung hemmt, wodurch der Blutzucker nach dem Essen langsamer ansteigt.

Weitere ermutigende Ergebnisse zeigen Forschungen an Zellkulturen. So wurden Hinweise darauf gefunden, dass EGCG entzündungshemmend wirkt und beispielsweise ein fehlgeleitetes Immunsystem drosseln kann. Zudem kann es Nervenzellen vor der Zerstörung durch das körpereigene Immunsystem bewahren. Das könnte grünen Tee zu einem wertvollen Partner bei der Therapie von Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose machen. Zurzeit laufen zwei Studien zur Wirkung von grünem Tee bei Multipler Sklerose im klinischen Forschungszentrum des Exzellenzclusters NeuroCure. Ergebnisse werden in einigen Monaten erwartet.

Des Weiteren untersuchen Forscher, ob der Extrakt des grünen Tees in der Lage ist, in ausreichender Menge die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, um beispielsweise bei Alzheimer direkt am Ort des Geschehens zu wirken. Überprüft wird auch, ob EGCG die Bildung der krankmachenden Amyloidfibrillen schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt beim Menschen stoppen kann. Bisher konnten nur im Mausmodell Hinweise darauf gefunden werden.

Foto: NataliTerr/fotolia.com

Autor:

Weitere Nachrichten zum Thema Grüner Tee

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Lärm wird immer mehr als Gesundheitsgefahr wahrgenommen. Dennoch kommt der Lärmschutz – auch in Betrieben – offenbar häufig noch zu kurz. Der Tag gegen den Lärm will auf diesen Umstand aufmerksam machen und die Bevölkerung über Lärmschutzmaßnahmen aufklären.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Maritim proArte Hotel Berlin, Friedrichstraße 150-153, 10117 Berlin
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Interviews
Das Chronische Fatigue Syndrom (CFS) bedeutet für viele Patienten meist einen weitgehenden Verlust ihres bisherigen Lebens. Dennoch gibt es bisher kaum wirksame Therapien und zu wenig Forschung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen über die Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten gesprochen.
Die Hausärzte im Seeheilbad Büsum waren damals alles Männer im oder kurz vorm Rentenalter, ihre Einzelpraxen wollte niemand übernehmen. Um einen Zusammenbruch der medizinischen Versorgung zu verhindern, rang sich die Gemeinde dazu durch, selbst als Trägerin der örtlichen Arztpraxis aufzutreten – als erste bundesweit. In dem kommunalen Eigenbetrieb arbeiten heute fast nur junge Ärztinnen. Wie das ging und welche weiteren Modelle es gibt gegen den Ärztemangel auf dem Land, erzählt Initiator Harald Stender drei Jahre nach Gründung des Pioniermodells.