. Wechsel in der Geriatrie

Ursula Müller-Werdan übernimmt Altersmedizin der Charité

Am 1. April hat Prof. Ursula Müller-Werdan die W3-Professur für Geriatrie an der Charité sowie die Leitung des Evangelischen Geriatriezentrums Berlin (EGZB) übernommen. Die Geriaterin löst damit Prof. Elisabeth Steinhagen-Thiessen ab.
Ursula Müller-Werdan übernimmt Altersmedizin der Charité

Ursula Müller-Werdan: Augenmerk auf der Vermeidung von Alterskrankheiten

Mit Prof. Ursula Müller-Werdan hat die Charité die Professur für Geriatrie prominent neu besetzt. Die 53-jährige Geriaterin gilt als ausgewiesene Expertin für Organalterungsprozesse, insbesondere des Herzens. Als Nachfolgerin von Prof. Elisabeth-Steinhagen-Thiessen übernimmt Müller-Werdan gleich mehrere Posten: Neben der Professur mit dem Schwerpunkt Altersmedizin leitet sie die Forschungsgruppe Geriatrie an der Charité sowie das Evangelische Geriatriezentrums (EGZB), das eng mit der Charité kooperiert. Mit ihrer Vorgängerin Elisabeth Steinhagen-Thiessen, wird sie wohl weiter verbunden bleiben. Diese will sich nach Charité-Informationen auch nach ihrer Pensionierung weiter im Bereich der Forschung an der Charité engagieren.

Ursula Müller-Werdan will Patientenversorgung mit Forschung verknüpfen

Müller-Werdan war bis Ende letzten Jahres als Oberärztin an der Universitätsklinik Halle-Wittenberge tätig. In Berlin sieht die Fachärztin für Kardiologie, Intensivmedizin und Geriatrie beste Voraussetzungen, um Patientenversorgung mit Forschung zu verknüpfen. „Geriatrische Aspekte werden in allen Fachbereichen von immer größerer Bedeutung“, sagte sie. „Aufgrund der breiten Kompetenz bietet die Charité ein ideales Arbeits- und Forschungsumfeld.“

An der Charité will die Medizinerin unter anderem Forschungen zur Bedeutung von Entzündungen für den biologischen Alterungsprozess des Herzens und anderer innerer Organe voranbringen. Besonders liegt ihr die Frage am Herzen, wie sich Organalterung verzögern lässt und Alterskrankheiten vorgebeugt werden kann. „Mein Augenmerk gilt der Verzögerung der Organalterung und dadurch der Vermeidung von Alterskrankheiten“, so Müller-Werdan.

Das Evangelische Geriatriezentrum bezeichnete sie als „Leuchtturm der klinischen Geriatrie“, der die Vereinbarkeit des humanitären Auftrags des Fachs mit höchstem Niveau in Patientenversorgung und klinischer Forschung belege.

Ursula Müller-Werdan stammt aus Süddeutschland. Ihr Medizinstudium absolvierte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, mit Aufenthalten an der Oxford Medical School und der Harvard Medical School. 

Foto: UKH

 
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