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Ursachen von Kopfschmerzen liegen oft in Wirbelsäule oder Magen

Kopfschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Nicht nur ein verspannter Nacken, auch tiefere Bereiche der Wirbelsäule oder Magenprobleme können der Auslöser sein.
Osteopathische Behandlung von Kopfschmerzen: Beweglichkeit der Wirbelsäule ist entscheidend

Osteopathische Behandlung von Kopfschmerzen: Beweglichkeit der Wirbelsäule ist entscheidend

Wenn Kopfschmerzen aus scheinbar heiterem Himmel auftreten, spricht man von einem primären Kopfschmerz. Davon zu unterscheiden sind sekundäre Kopfschmerzen, die aus einer anderen Erkrankung wie etwa einem Tumor oder Kopfverletzung resultieren.

Viele Patienten mit häufigen wiederkehrenden Kopfschmerzen klagen über einen verspannten Nacken. Doch auch dieses Problem ist häufig nur die Spitze eines Eisbergs. Laut dem Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) liegen die Ursachen nämlich nicht zwangsläufig im Bereich des Schmerzes.

Körper ist untrennbare Einheit

Aus osteopathischer Sicht bilden alle Strukturen des Körpers eine untrennbare Einheit und hängen anatomisch oder funktionell miteinander zusammen. So können etwa Magenbeschwerden über den Hirnnerven, der den Verdauungsapparat steuert, durchaus Kopfschmerzen auslösen, ebenso wie etwa ein Sturz auf das Steißbein in der Kindheit einen fortwährenden Zug auf die Rückenmarkshaut ausübt, der sich innerhalb der Wirbelsäule bis zur Hirnhaut im Schädel fortsetzt und hier zu wiederkehrenden Schmerzen führt. Auch Probleme im Bereich der Kiefergelenke und Verspannungen der Kaumuskulatur können Ursache für Kopfschmerzen sein. Oder ein Beckenschiefstand - da das Becken über die Wirbelsäule mit dem Kopf verbunden ist und so an Schmerzzuständen beteiligt sein kann.

 

Wirbelsäule mobilisieren

Bei Kopfschmerzen sei es wichtig, die Beweglichkeit der Wirbelsäulenabschnitte zu verbessern und die Spannung in der Muskulatur und den bindegewebigen Strukturen wie den Faszien auszugleichen, so der VOD. Dies wirke sich ebenso positiv auf die Funktion der versorgenden Strukturen aus wie die direkte Behandlung der einzelnen Gefäße und Nerven. So können Störungen in den Zu- und Abflüssen behoben sowie eine freie Beweglichkeit und gute neurovegetative Versorgung gefördert werden.

Mit einer osteopathischen Behandlung lassen sich freilich nicht alle Kopfschmerzen beheben. Jedoch können Osteopathen mit ihren Händen Schmerzursachen aufspüren, die Schulmediziner nie gefunden hätten, und Leiden lindern. Im Rahmen der Behandlung geben Osteopathen ihren Patienten auch Tipps zur Selbsthilfe.

Mittlerweile bezuschussen mehr als 90 gesetzliche Krankenkassen die Osteopathie.

Foto: © Adobe Stock/ dream@do

Autor: ham
Hauptkategorie: Medizin
 

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