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05.08.2015

Transfettsäuren schaden dem Gedächtnis

Sie kommen in ganz alltäglichen Nahrungsmitteln wie Margarine oder Backwaren vor: Transfettsäuren. Doch die Beweise für ihre gesundheitsschädigende Wirkung häufen sich. Neuesten Erkenntnissen zufolge sollen sie sogar dem Gedächtnis schaden.
Transfettsäuren sind gesundheitsschädlich

In frittierten Lebensmitteln finden sich besonders viele Transfettsäuren

Transfettsäuren, die vor allem bei der industriellen Härtung von Ölen entstehen, erhöhen den Cholesterinwert im Blut, fördern die Gefäßverkalkung und steigern das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Zudem blockieren Transfette die Produktion antiinflammatorischer langkettiger Omega-3-Fettsäuren und verstärken den oxidativen Stress in den Zellen. All das ist schon lange bekannt. Nun mehren sich aber auch die Hinweise, dass ein hoher Verzehr an Transfettsäuren die Gehirnleistung beeinträchtigen und zu einem schlechteren Gedächtnis führen kann.

Transfettsäuren: Erinnerungsvermögen vor allem bei Jüngeren beeinträchtigt

Um zu überprüfen, ob Transfettsäuren tatsächlich das Erinnerungsvermögen beeinträchtigen, haben Forscher um Beatrice Golom und Alexis Bui von der University of California in San Diego die Daten von 1018 gesunden erwachsenen Männern und Frauen aus den Jahren 1999 bis 2005 untersucht. Bei den Probanden wurde anhand von Fragebögen die aufgenommene Menge an Transfettsäuren pro Tag ermittelt, und sie unterzogen sich einem Test, bei dem sie erkennen mussten, ob ihnen präsentierte Wörter neu waren oder ihnen bereits schon einmal gezeigt worden waren.

Die Analyse konnte zeigen, dass bei den unter 45-Jährigen eine hohe Menge an Transfettsäuren tatsächlich negativ auf das Gedächtnis wirkte. So war jedes täglich aufgenommene Gramm an Transfettsäuren mit einem Erinnerungsverlust von 0,76 Wörtern assoziiert. Anders bei den über 45-Jährigen: Bei ihnen konnte kein Zusammenhang zwischen aufgenommenen Transfetten und Erinnerungsvermögen festgestellt werden. Möglicherweise machen sich ab diesem Alter andere Faktoren stärker bemerkbar war. Allerdings waren andere Einflüsse wie Ausbildung, körperliche Aktivität und Insulin-Werte bereits in die Statistik mit einbezogen worden.

 

USA will Transfettsäuren verbieten

Transfettsäuren kommen vor allem in Pflanzenfetten vor, die industriell gehärtet sind, wie beispielsweise in Margarine oder Backfett. Produkte werden dadurch streichfähig und länger haltbar. Hohe Mengen an Transfettsäuren finden sich vor allem in Backwaren, Pommes frites, Chips, allem Frittierten und Fertiggerichten. Die US-amerikanische Ernährungsbehörde hat aus den Erkenntnissen über die gesundheitsschädliche Wirkung Konsequenzen gezogen und will Transfette innerhalb der nächsten drei Jahre aus allen Lebensmitteln verbannen. In anderen Staaten wie beispielsweise Dänemark existieren strenge Obergrenzen für die Menge an Transfetten in Nahrungsmitteln. In Deutschland gibt es bisher keine Grenzwerte.

Foto: © dima_pics - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
 

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