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Studien: Gesunder Lebensstil halbiert das Risiko für Herzerkrankungen

2,5 Stunden Bewegung pro Woche senken das Risiko für einen vorzeitigen Tod deutlich. Das zeigt eine aktuelle Studie im Vorfeld des Weltherztages am 29. September.
Risiko für Herzerkrankungen sinkt durch Bewegung

Bewegung senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dass ein gesunder Lebensstil zu einem längeren Leben führen kann ist weit verbreitetes Wissen. Auch der positive Effekt von Bewegung auf die Gesundheit ist nichts Neues. Eine der größten Studien zum Thema zeigt nun aber, dass dazu oft schon Alltagsbewegung ausreicht und gar kein gezieltes sportliches Training nötig ist. Dieses Ergebnis haben die Autoren der sogenannten PURE-Studie (Prospective Urban Rural Epidemiologic) im Lancet veröffentlicht.

Die Studie bezog 130.000 Menschen ohne Herzerkrankungen zwischen 35 und 70 Jahren in 17 Ländern weltweit ein, darunter auch Menschen in Entwicklungsländern und Schwellenländern. Dort ist weniger gezieltes Training dafür aber mehr Alltagsbewegung verbreitet.

Je mehr Bewegung, desto besser die Chancen auf ein langes Leben

Die Ergebnisse nach knapp sieben Jahren zeigten: Bereits mit 150 bis 750 Minuten Bewegung pro Woche war das Risiko in diesem Sieben-Jahres-Zeitraum zu sterben, um ein Fünftel geringer als mit weniger Bewegung – egal ob die 150 Minuten auf dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause oder im Fitnessstudio verbracht wurden.

Die Studie bestätigte einen weiteren Zusammenhang: Je mehr Bewegung, desto geringer ist das Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung vorzeitig zu sterben - und das gilt für Arme und Reiche gleichermaßen. Bei einem Bewegungspensum von mehr als 750 Minuten pro Woche war das Risiko für einen Herz-Tod um ein Viertel geringer. Die Gesamtsterblichkeit lag in dieser Gruppe sogar um 35 Prozent unter der Vergleichsgruppe mit weniger als 150 Minuten Bewegung pro Woche.

 

Gesunde Ernährung senkt Risiko für Herzerkrankungen stark

Neben mangelnder Bewegung gelten Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, Stress, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen als wichtigste Ursachen für eine koronare Herzkrankheit (KHK), die einem Herzinfarkt oft vorausgeht. Herzerkrankungen sind in Deutschland immer noch eine der häufigsten Todesursachen. Sie zeichnen für rund 40 Prozent der Todesfälle verantwortlich.

Eine aktuelle Studie mit mehr als 55.000 Teilnehmern, die in der DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift erschienen ist, zeigt, dass ein gesundheitsbewusster Lebensstil das Risiko für Herzerkrankungen um die Hälfte senken kann. Die Autoren empfehlen ballaststoffreiche, und vitaminreiche Ernährung. Ein Body-Mass-Index unter 30 und der Verzicht auf Nikotin sind den Angaben zufolge weitere Faktoren, die das Risiko für Herzerkrankungen senken.

Foto: tralier – fotolia.com

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Medizin
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