Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

So hoch ist der Anteil geimpfter Covid-Patienten im Krankenhaus

Samstag, 23. Oktober 2021 – Autor:
Geimpft und doch im Krankenhaus: Laut RKI sind rund 30 Prozent aller hospitalisierten Covid-Patienten geimpft. Bei einem bestimmten Impfstoff kommt es am häufigsten zu Impfdurchbrüchen.
Trotz Covid-Impfung auf Intensivstation: Die Quote liegt aktuell bei 20 Prozent

Trotz Covid-Impfung auf Intensivstation: Die Quote liegt aktuell bei 20 Prozent – Foto: © Adobe Stock/ wavebreak3

Die Zahl der Menschen steigt, die trotzt Corona-Schutzimpfung wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden müssen. Nach den aktuellsten Zahlen des Robert Koch-Instituts lag die Quote zwischen dem 20. September und dem 10. Oktober bei rund 31 Prozent. Auf den Intensivstationen betrug der Anteil Geimpfter unter den Covid-Patienten rund 21 Prozent, damit hat sich die Quote innerhalb von nur vier Wochen verdoppelt.

Impfschutz beträgt nicht 100 Prozent

Nachlassender Impfschutz ist einer der wesentlichen Gründe für diesen Anstieg. So sinkt mit der Zeit bei allen Covid-Impfungen die Zahl der neutralisierenden Antikörper. Impfdurchbrüche werden dann wahrscheinlicher. Hinzukommt, dass keine Covid-Impfung zu 100 Prozent schützt, bestenfalls anfangs zu 95 Prozent. Impfdurchbrüche waren also zu erwarten.

 

Steigende Fallzahlen bedeuten mehr Impfdurchbrüche

Dass es in den letzten Wochen und Monaten immer häufiger dazu kommt, hat noch einen anderen Grund. Mit der steigenden Zahl an geimpften Personen in der Bevölkerung steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den Infizierten bzw. Erkrankten geimpfte Personen befinden. Die Anzahl der Impfdurchbrüche ist darüber hinaus auch von der Anzahl aktiver Fälle abhängig. Je mehr aktive Fälle es gibt, desto höher die Wahrscheinlichkeit sich als Geimpfter zu infizieren. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt. Momentan steigen die Infektionszahlen jedoch an, sodass auch mehr Geimpfte darunter sind.

Janssen fällt aus der Reihe

Bei dem Impfstoff von Janssen scheint der Impfschutz von Anfang an eher schwach zu sein. Bei den Analysen der Impfdurchbrüche in Deutschland ist dem RKI aufgefallen, dass der Anteil von COVID-19-Durchbruchserkrankungen nach Impfung mit der COVID-19 Vaccine Janssen im Vergleich zu den anderen Impfstoffen am höchsten war. „Die bisherigen Daten deuten auf einen nicht ausreichenden primären Impfschutz durch die COVID-19 Vaccine Janssen hin, der mit einer weiteren Impfstoffdosis eines mRNA-Impfstoffes optimiert werden sollte, so das RKI.

Hauptkategorien: Corona , Medizin , Gesundheitspolitik
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Coronavirus , Impfen
 

Weitere Nachrichten zum Thema Corona

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Mit einem sogenannten CRP-Schnelltest können Ärzte in wenigen Minuten einen viralen von einem bakteriellen Infekt unterscheiden. Zahlen der AOK Sachsen-Anhalt zeigen, dass durch den Test deutlich weniger Antibiotika verordnet werden.


Nach fast zwei Jahren Pandemie liegen die Nerven im Gesundheitswesen blank. Tausende Pflegekräfte haben in den vergangenen Monaten ihren Job verlassen. Wie kommen wir aus der Krise heraus und vor allem: Wie geht es danach weiter? Der 15. Nationale Qualitätskongresses Gesundheit versucht, Antworten zu finden.
 
Kliniken
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin