. Infektionsschutz

Richtig Husten und Niesen: So schützt man sich und andere vor dem Coronavirus

Mit dem Ausbruch in Italien rückt das Coronavirus gefühlt näher. Umso wichtiger ist es, sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen. So geht’s.
Das Coronavirus scheint sehr ansteckend zu sein. Die richtigen Hygienemaßnahmen schützen vor einer Infektion und der Weitergabe des Virus

Das Coronavirus scheint sehr ansteckend zu sein. Die richtigen Hygienemaßnahmen schützen vor einer Infektion und der Weitergabe des Virus

Ein Ausbruch in Italien mit sechs Toten und mehr als zweihundert Erkrankten, zeigt einmal mehr, dass das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 keine Grenzen kennt und hoch ansteckend ist. Dennoch geht das Robert Koch-Institut momentan nicht davon aus, dass das Virus in Deutschland zirkuliert. Die wenigen bestätigten Infektionsfälle in Bayern gingen auf ein einziges Infektionsgeschehen – ausgelöst durch einen Patienten Null aus China zurück. Fast alle Patienten sind bereits genesen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ein Grund zur Panik besteht also nicht.

Die hiesigen Gesundheitsbehörden raten daher zu den Maßnahmen, die sie in jeder Grippesaison und Erkältungszeit raten:

Husten- und Nies-Etikette

Hand vor den Mund! hieß es früher immer, wenn jemand husten musste. Diese Regel ist inzwischen überholt, da ja die ausgehusteten Keime an den Händen haften bleiben und von dort über gemeinsam benutzte Gegenstände – etwa den Haltegriff in Bus und Bahn – an Dritte weitergegeben werden. Genauso wenig sinnvoll ist es, in die Hände zu niesen.

Wer husten oder niesen muss, sollte dies in ein Taschentuch tun und dies sofort in einen Abfalleimer mit Deckel entsorgen. Stofftaschentücher sollten anschließend bei mindestens 60°C gewaschen werden. Ist kein Taschentuch griffbereit, dann in den Ärmel husten oder niesen. In beiden Fällen sollte man sich dabei von anderen Menschen wegdrehen und am besten einen Höflichkeitsabstand von einem Meter einhalten.

Häufiges Händewaschen

Händewaschen ist das Non plus Ultra, um sich selbst vor einer Infektion zu schützen. Und das nicht nur nach dem Klo und vor dem Essen. Die Faustregel heißt jetzt: Je öfter und je gründlicher desto besser. Da Viren und Bakterien lange auf Gegenständen überleben – zum Beispiel auf Geld, der Tastatur oder dem Türgriff – sollte man sich grundsätzlich immer die Händewaschen, wenn man Dinge angefasst hat, die mit anderen geteilt werden. Dazu gehört natürlich auch das Händeschütteln. Wer seine Hände gut mit Seife wäscht und auch die Zwischenräume zwischen den Fingern nicht vergisst, reduziert die Keimlast auf ein Tausendstel und schützt obendrein auch noch andere vor einer Infektion.

Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen

Unbewusst fassen wir uns laufend ins Gesicht. So haben Erreger ein leichtes Spiel über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper zu gelangen. In Krankheitswellen ist darum Achtsamkeit gefragt.

 

Abstand zu Erkrankten halten

Diese Regel gilt nicht nur für den direkten Körperkontakt. Viele Viren überleben eine Zeitlang in der Luft. Darum ist Abstand zu Erkrankten ein Muss. Häufiges Lüften hilft, wenn ein Familienmitglied erkrankt ist. Wer kann, sollte generell Menschenmengen meiden. Denn andere Menschen sind die größte Infektionsquelle. Daher sollte auch keine Trinkflaschen, Tassen oder Gläser mit anderen geteilt werden.

Immunsystem stärken

Ein starkes Immunsystem wappnet vor viralen Erkrankungen. Auch wenn es nicht hundertprozentig vor einer Ansteckung schützen kann, sind die Verläufe dann meist milder. Stärken kann man das Immunsystem durch ausreichend Schlaf, viel Trinken, eine gesunde vitaminreiche Ernährung, kalte Güsse oder Wechselduschen, Ingwer und Kurkuma. Auch Stressreduktion etwa durch Entspannungstechniken, hilft dem Immunsystem auf die Sprünge. Ein bisschen Sport und Bewegung ist gut, große körperliche Anstrengungen sollten jedoch vermieden werden.

Wer diese Maßnahmen befolgt, schützt nicht nur sich, sondern auch andere vor einer Infektion, und zwar mit sämtlichen Erregern, die momentan unterwegs sind – und potenziell eben auch vor dem Coronavirus.

Foto: © Adobe Stock/sebra

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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