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Register soll Behandlung von Herzmuskelerkrankungen verbessern

Das Register für Herzmuskelerkrankungen steht. Die Daten von mehr als 2.000 Patienten sollen zu neuen Konzepten in Diagnose und Therapie von Kardiomyopathien führen.
2.300 Patienten haben ihre Daten im Register für Herzmuskelerkrankungen erfassen lassen. Eine gute Grundlage für neue Therapien

2.300 Patienten haben ihre Daten im Register für Herzmuskelerkrankungen erfassen lassen. Eine gute Grundlage für neue Therapien

Drei Jahre lang haben 20 Zentren aus ganz Deutschland medizinische und soziodemografische Daten sowie Proben von Patienten mit Herzmuskelerkrankungen an das Register TORCH-DZHK1 weitergegeben. Mit der Erfassung des 2.300sten Patienten Ende 2017 ist die Datensammlung nun abgeschlossen. Das Register wurde vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) initiiert, damit neue Konzepte für Diagnose und Therapie von nicht ischämischen Kardiomyopathien entwickelt werden können. Die Teilnahme daran ist freiwillig.

Herzmuskelerkrankungen haben verschiedene Ursachen

Nicht ischämische Kardiomyopathien sind Herzmuskelerkrankungen, die nicht auf eine Durchblutungsstörung des Herzens zurückgehen, sondern beispielsweise erblich oder entzündlich bedingt sind. So kann etwa eine viral bedingte Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nachhaltige Schäden am Herzmuskel verursachen. Über die Entstehung und den Verlauf solcher Kardiomyopathien weiß man bislang noch wenig.

Wie das DZHK mitteilt, sind die Daten von hoher Qualität und eine einmalige Grundlage für neue Studien und Forschungsansätze. Durch die offene Nutzung könne die gesamte Wissenschaft auf diesen Fundus zurückgreifen. Sechs Studien seien bereits genehmigt worden. „Das DZHK und seine Mitgliedseinrichtungen haben gute Chancen, dank des Registers und darauf aufbauender Initiativen international führend in der Erforschung der Kardiomyopathien zu werden“, teilte das  DZHK letzte Wochemit.

Zentrum für Gesundheitsforschung

Das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung ist eines der sechs Zentren für Gesundheitsforschung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden. Die Zentren sollen dazu beitragen, die Vorbeugung und Behandlung der großen Volkskrankheiten zu verbessern. In den einzelnen Zentren arbeiten die Wissenschaftler aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen interdisziplinär zusammen, um neue medizinische Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung zu bringen. Jedes Zentrum besteht aus mehreren Partnerstandorten, die über ganz Deutschland verteilt sind.

Foto: © Andrey Popov - Fotolia.com

 
Autor: ham
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
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