. Neue Studie

Raucherentwöhnung hebt auch die Stimmung

Raucher, die Angst haben, durch eine Raucherentwöhnung in ein Stimmungstief zu fallen, können jetzt im doppelten Sinne aufatmen: Eine neue Studie zeigt, dass diese Furcht meist unbegründet ist.
Das Rauchen Aufhören

Aufhören zu Rauchen - es wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus

Wer aufhört zu rauchen, der lebt gesünder – daran besteht kein Zweifel. Doch tut die Entwöhnung auch der Psyche gut? Ja, sagen britische Mediziner um Dr. Gemma Taylor von der Universität Birmingham. Ihre jüngst in BMJ veröffentlichte Metaanalyse belegt, dass Raucher nach der Tabakentwöhnung sogar signifikant weniger unter Angst, Depression und Stress litten als zuvor.

Wer mit dem Rauchen aufhört, ist weniger gestresst

Taylor und ihr Team haben alle einschlägigen verfügbaren Studien zum Thema ausgewertet – wobei nur eine randomisierte zu finden war. Die Studienteilnehmer, darunter auch Patienten mit psychischen Erkrankungen, waren im Schnitt 44 Jahre alt und rauchten etwa 20 Zigaretten pro Tag.

Nach der Entwöhnung gaben sie an, deutlich weniger unter Stress, Angst und Depressionen zu leiden. Darüber hinaus hatten ihre Lebensqualität und die positive Stimmung signifikant zugenommen, wie die Forscher schreiben. Sie weisen darauf hin, dass auch Menschen, die an psychischen Erkrankungen litten, positiver gestimmt waren und sich auch deren psychische Verfassung durch den Tabakentzug verbesserte.

 

Auch psychisch kranken Menschen kann zur Entwöhnung geraten werden

„Es gibt eine Evidenz dafür, dass das Einstellen des Rauchens mit Verbesserungen bei Depressionen, Angst, Stress, der psychische Lebensqualität und Stimmungslage verknüpft ist“, fasst Dr. Gemma Taylor die Ergebnisse zusammen. „Raucher können beruhigt sein, dass die Aufgabe des Rauchens mit einem Gewinn für die psychische Gesundheit verbunden ist“, so die Wissenschaftlerin.

So könne auch psychisch kranken Menschen ohne Bedenken zum Entzug geraten werden. Es sei unwahrscheinlich, dass die Raucherentwöhnung deren Beschwerden verschlimmere – vielmehr könne es sogar therapeutisch von Vorteil sein, so Taylor.

Foto: © Rumkugel - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
 

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