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Prävention von Lungenerkrankungen immer wichtiger

Mittwoch, 13. März 2013 – Autor:
Lungen- und Atemwegserkrankungen sind zu einer Volkskrankheit geworden. Doch den wenigsten Menschen ist die Bedeutung von Lungenerkrankungen bewusst. Mediziner fordern daher ein Umdenken.
Prävention von Lungenerkrankungen

Lungenerkrankungen werden zu einem immer größeren Problem

Lungenerkrankungen nehmen zu, werden aber in ihrer Bedeutung immer noch unterschätzt. Dabei stehen Lungenerkrankungen in Europa bereits an zweiter, weltweit an erster der Stelle der krankheitsbedingten Todesfälle. Lungenerkrankungen können die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen, sind oft sogar lebensbedrohlich. Lungenkrebs ist weltweit die am häufigsten zum Tode führende Krebserkrankung. Rund 50.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungenkrebs, 40.000 sterben daran.

In Deutschland leiden derzeit rund zehn Millionen Bürger an einer Erkrankung der Lunge oder der Atemwege. Die Dunkelziffer liegt weit höher, denn Lungenerkrankungen werden oft nicht oder zu spät erkannt. Vor allem bei der Chronisch Obstruktiven Bronchitis (COPD) gehen Experten von einer hohen Dunkelziffer aus.

Früherkennung von Lungenerkrankungen schwierig

Der Früherkennung und Prävention von Lungenerkrankungen kommt daher eine große Bedeutung zu. Gerade bei ihnen ist aber eine Früherkennung oft schwierig, denn der Körper bietet kein zuverlässiges Warnsystem. Da die Lunge über keine Schmerzfasern verfügt und Symptome wie Atemnot, geringe körperliche Belastbarkeit oder anhaltender Husten unspezifisch sind, machen sich Erkrankungen wie COPD oder Lungenkrebs oft erst sehr spät bemerkbar.

Meist wird die Erkrankung erst entdeckt, wenn es für eine Behandlung fast zu spät ist. Eine rechtzeitige Therapie könnte aber die Lebensdauer und Lebensqualität der Patienten oft entscheidend verbessern. Doch Früherkennungstests für Lungenerkrankungen sind nicht selbstverständlich, wie das Forum Internationaler Lungengesellschaften (FIRS) beklagt. Auch in Deutschland gehört der Lungenfunktionstest nicht zum Vorsorgekatalog der Krankenkassen.

 

LufoMobil zur Früherkennung von Lungenerkrankungen

Experten fordern daher, das Bewusstsein für die Bedeutung von Lungenerkrankungen und deren Prävention zu stärken. Hierzu soll das LufoMobil beitragen. Das LufoMobil ist ein mobiles Gerät zur Messung der Lungenfunktion. Damit können im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements vor Ort Lungenfunktionstests durchgeführt werden. Entwickelt wurde das LufoMobil von der gemeinnützigen Gesellschaft Ethos (GmbH). Seit 2011 tourt es durch Deutschland und macht Station auf zentralen Plätzen in Städten und Gemeinden, damit Kinder und Erwachsene dort kostenlos ihre Lungenfunktion testen lassen können.

Gleichzeitig informiert das Fachpersonal über Risiken und Vorsorge von Atemwegserkrankungen. Ziel der Kampagne ist es, die Bedeutung der Prävention von Lungenerkrankungen in das Bewusstsein der Bürger zu rücken. Zudem sollen die Menschen ermutigt werden, bei ihrem Hausarzt nach einem Lungen-Check-up zu fragen.

Foto: © ag visuell - Fotolia.com

 

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