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Prävention: 10.000 Schritte sollst Du gehen

Ob Rückenschmerzen oder Diabetes: Bewegung lindert die Beschwerden. Sportwissenschaftler raten darum, jeden Tag 10.000 Schritte zu gehen.
So lässt sich Bewegung in den Alltag integrieren: Gehen beugt diversen Krankheiten

So lässt sich Bewegung in den Alltag integrieren: Gehen beugt diversen Krankheiten vor

10.000 Schritte täglich – diese alte Regel gilt offenbar mehr denn je. Im Zeitalter der Zivilisationskrankheiten hat sich Bewegung als Wundermittel gegen etliche Krankheiten herausgestellt. Nicht nur bei Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck, auch bei Depressionen und Rückenleiden wird ein tägliches Bewegungspensum empfohlen. Sogar zu Krebs und Demenz liegen vielversprechende Daten vor. Bewegung ist demnach ein Mittel, den Krankheiten nicht nur vorzubeugen, sondern auch den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

Gehen ist die natürlichste Bewegung

Sportwissenschaftliche Studien untermauern den positiven gesundheitlichen Effekt. Sabine Kind von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement hat gut ein Dutzend analysiert. Die Gesundheitsmanagerin rät zu einer täglichen, moderaten körperlichen Aktivität. Genauso gut sei ein anspruchsvolles Training dreimal pro Woche. „Ob man 3.000, 5.000 oder 10.000 Schritte tut, ist nicht ausschlaggebend“, sagt sie, vielmehr gehe es darum, ganz selbstverständlich mehr Bewegung dauerhaft in den Alltag einzubauen. „Körperliche Aktivität ist eben mehr als nur Training und Sport“, betont Sabine Kind, „das kann Treppensteigen mit schweren Einkaufstaschen sein, Gartenarbeit, die ins Schwitzen bringt, oder der Sprint, den man kurzfristig einlegt, um den Bus noch zu erreichen.“ Gehen sei dabei die natürlichste Bewegung für einen gesunden Menschen. „Das ist einfach in den Tagesablauf zu integrieren und mit Smartphone oder Fitnesstracker ebenso einfach zu messen.“

 

Durchblutung wird angeregt

Durch Sport und Bewegung verbessert sich die Durchblutung von Lunge und Muskeln verbessert sich und der Sauerstoff im Blut wird effektiver verwertet. Dadurch kann das Herz ökonomischer arbeiten, was zu einer allgemeinen Steigerung der Widerstands-, Leistungs-, aber auch Erholungsfähigkeit des Körpers führt. „Durch jede Bewegung wird Energie verbrannt, die sich sonst als Fett speichern würde“, sagt Kind. „Mehr Bewegung im Alltag ist die beste Prävention und senkt die Risikofaktoren für Krankheiten wie Diabetes Typ II, Bluthochdruck, Übergewicht oder Demenz zu senken“, so die Wissenschaftlerin weiter. Wichtig sei es aber, Spaß dabei zu haben, sonst leide die Lebensqualität. Gleiches gelte für die Ernährung. Sich zu sehr zu knechten, bringe nichts.

Foto:  © chombosan - Fotolia.com

Autor: ham
 

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