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Pflege Ko-Pilot soll pflegende Angehörige besser unterstützen

Ein Pflege Ko-Pilot könnte die bisherigen Pflegeberater ersetzen und Pflegebedürftige und Pflegepersonen besser unterstützen und beraten. Das schlägt der Pflegebeauftragte des Bundes vor.
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Pflegende Angehörige könnten durch einen neuen Pflege Ko-Piloten besser unterstützt werden

Ein Pflege Ko-Pilot könnte die bisherigen Pflegeberater ersetzen und Pflegebedürftige und Pflegepersonen besser unterstützen und beraten. Das schlägt Andreas Westerfellhaus vor, der Pflegebeauftragte des Bundesregierung.

Die Pflegebedürftigkeit stelle die Familien nicht nur vor viele Fragen etwa nach Leistungen und Unterstützungsangeboten. Sie habe gerade bei häuslicher Pflege auch vielfach Konflikte, Abhängigkeiten, Momente der Verzweiflung und leider viel zu oft auch Aggressionen zur Folge. Daher bedürfe es eines niedrigschwelligen, neuen Angebots.

Pflegeberater kommt alle halbe Jahr zum Kontrollbesuch

Der Pflege Ko-Pilot nimmt neben fachlichen und rechtlichen Fragestellungen auch die Beziehungsebene in den Blick - und hilft so, ein individuell passendes Pflegesetting zu finden, sagte Westerfellhaus weiter in einer Pressemitteilung.

Bislang kommt ab Pflegegrad 2 alle halbe Jahr ein Pflegeberater zum Kontrollbesuch und nimmt die häuslichen Pflege-Bedingungen in Augenschein - sofern nicht ein ambulanter Pflegedienst an der Pflege beteiligt ist.  So will die Pflegekasse sichergehen, dass der Pflegebedürftige gut versorgt und nicht etwa vernachlässigt wird.  

 

Pflege Ko-Pilot als fester, vertrauensvoller Ansprechpartner

Der Pflege Ko-Pilot hingegen soll fester, vertrauensvoller Ansprechpartner sein. Ein Gutachten habe gezeigt, dass die proaktive, aufsuchende Beratung deutlich besser angenommen wird und nachhaltige Effekte zeitigt. Es soll dafür flexibel abrufbare Stundenkontingente geben. Für hilfreich und sinnvoll werden im ersten Monat wöchentliche, in den nächsten fünf Monaten monatliche und anschließend vierteljährliche Besuche angesehen.

Der zeitliche Umfang der Erstbesuche sollte dabei in Anlehnung an bestehende Erfahrungen mit circa 90 Minuten, die Folgebesuche mit circa 60 Minuten plus Fahrzeiten kalkuliert werden. Die Beratung durch den Pflege Ko-Piloten ist freiwillig und hat keinerlei Kontroll- oder Überwachungsfunktion. Die Inanspruchnahme ist nicht Voraussetzung für die Gewährung von Pflegegeld oder Pflegesachleistungen.

Pflege Ko-Pilot soll pflegende Angehörige besser unterstützen

Die notwendige Unabhängigkeit des Pflege Ko-Piloten, der pflegende Angehörige besser unterstützen soll, müsse gewährleistet sein. Deshalb sollen die Pflegeberater der Pflegekassen diese Aufgabe nicht übernehmen. Stattdessen wäre eine Anbindung  bei Pflegestützpunkten oder Pflegediensten möglich. Auch eine selbständige Tätigkeit sei denkbar.

Foto: seventyfour/fotolia.com

Autor: bab
 

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