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Paracetamol hilft nicht gegen Grippe-Symptome

Sind Patienten an einer echten Grippe (Influenza) erkrankt, greifen einige zu Paracetamol, um die Symptome zu lindern. Doch das Medikament habe keinen Nutzen, sagt eine im Fachblatt Respiratory erschienene Studie.
Das Schmerzmittel Paracetamol hilft nicht bei echter Grippe

Paracetamol wirkt nicht gegen Grippe-Symtome

An der von neuseeländischen Forscher durchgeführten Untersuchung nahmen 80 Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren mit einer nachgewiesenen Grippe-Infektion teil. Außerdem litten sie an erhöhter Temperatur oder Fieber und an mindestens einem weiteren Symptom wie Husten, Schnupfen, Halsentzündung, Gliederschmerzen, Mattigkeit.

Sie erhielten fünf Tage lang das Anti-Grippe-Mittel Oseltamivir (Markenname: Tamiflu). In der gleichen Zeit wurden sie mit der empfohlenen Höchstdosis Paracetamol (4 g/Tag) oder einem Placebo behandelt. Insgesamt wurden die Patienten über 14 Tage lang beobachtet.

Paracetamol hilft nicht bei echter Grippe

Das gängige Schmerzmittel linderte nicht die Grippe-Symptome, es senkte weder das Fieber, noch hatte es Einfluss auf die Vermehrung der Grippe-Viren. Deren Konzentration wurde mit einem Abstrich im Nasensekret gemessen.

Da sich Viren bei einer höheren Körpertemperatur (ab 38 Grad) schlechter vermehren, könnte eine fiebersenkende Wirkung sogar einen ungünstigen Effekt haben. Da die Temperatur aber durch das Mittel nicht sank, ergab sich: „Paracetamol war nicht schädlich, aber wir fanden auch keine Vorteile“, so Ko-Autorin Dr. Irene Braithwaite.

 

Forscherin empfiehlt Grippe-Impfung

Zugleich wies sie darauf hin, dass sich aus dieser Untersuchung noch keine abschließende Empfehlung für oder gegen Paracetamol bei einer echten Grippe ableiten ließe. Den besten Schutz vor Influenza-Viren böte immer noch eine Grippe-Impfung, die besonders für Schwangere, Senioren und Menschen mit chronischen Erkrankungen zu empfehlen sei.

Foto: Gladkikh

Hauptkategorie: Medizin
 

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