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10.12.2013

Optisches Blutzuckermessgerät soll Diabetikern Blutentnahme ersparen

Diabetiker müssen regelmäßig ihren Langzeitzucker, das so genannte Glykohämoglobin kontrollieren lassen. Die dafür notwendige Blutentnahme könnte bald überflüssig werden: Wissenschaftler aus Rostock entwickeln derzeit ein optisches Blutzuckermessgerät.
Hoffnung für Diabetiker: Ein neues optisches Blutzuckermessgerät soll die Blutentnahme überflüssig machen

Hoffnung für Diabetiker: Langzeitzuckermessung bald ohne Blut

Es klingt viel versprechend, was Wissenschaftler der Universität Rostock und Ingenieure vom Medizintechnikunternehmen bluepoint MEDICAL gestern auf einer Pressekonferenz verkündet haben: Ein optisches Messgerät mit speziellen Sensoren soll künftig zuverlässig und schnell Langzeitzucker-Blutwerte liefern - ganz ohne Blutentnahme. Das optische Blutzuckermessgerät befinde sich bereits in Entwicklung. 2015 soll es für Patienten zur Verfügung stehen. Laut Bluepoint-Geschäftsführer Bernd Lindner nutzt das fingergutgroße Blutzuckermessgerät Infrarotlicht und Photodetektoren, um den Langzeitzuckerwert zu bestimmen. Die lästige Blutentnahme werde dadurch überflüssig.

Glykohämoglobin-Wert ist wichtig für die Therapie

Derzeit arbeiten die Wissenschaftler und Ingenieure an einem Testgerät. Die EU fördert das Verbundforschungsprojekt mit knapp 670.000 Euro. Insgesamt fließen 838.000 Euro Forschungsgelder in die Entwicklung des optischen Blutzuckermessgeräts.

Der Markt dafür ist da. Allein in Deutschland leben schätzungsweise acht Millionen Diabetiker. Ärzte benötigen den Wert des Glykohämoglobins unter anderem zum Einstellen der Insulingaben für den Patienten. Bei einem schlecht eingestellten Langzeitzucker drohen Patienten schwere gesundheitliche Schäden wie Herzinfarkt, Erblindung oder Nierenversagen.

Foto: © Robert Kneschke - Fotolia.com

 
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
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