. Bildgebende OP-Ausstattung

Neues OP-Zentrum mit Hybrid-OP

An den DRK Kliniken Berlin Mitte ist ein neues OP-Zentrum mit Rettungsstelle entstanden. Einer der vier neuen OP-Säle ist Berlins erster gefässchirurgischer Hybrid-OP. Das gesamte Bauprojekt in Mitte hat rund zehn Millionen Euro gekostet. Am 14. Mai wurde es im Beisein von Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher eingeweiht.
Neues OP-Zentrum mit Hybrid-OP

Der neue Hybrid-OP (Foto: DRK Kliniken Berlin)

 

 

Um Diagnostik und gefässchirurgische Eingriffe in einem Operationssaal zu vereinen, ist der hochmoderne Hybrid-OP mit einem flexibel steuerbaren, hochauflösenden Durchleuchtungsgerät (Digitale Angiografieanlage) ausgestattet, mit dem Gefässe dargestellt werden können. Der knapp drei Meter lange, kipp- und längsverschiebbare Röntgentisch dient zugleich als Operationstisch. Ab sofort können hier zum Beispiel Patienten mit lebensgefährlichen Aussackungen der Hauptschlagader mit einem beschichteten Stent, der in der Regel über die Leistenschlagader eingeführt wird, behandelt werden. Zudem werden Patienten, bei denen Gefässe verstopft sind und wieder eröffnet werden müssen mit Ballonkathetern therapiert. Der minimal-invasive Eingriff kann jederzeit mit einer konventionellen Bypass-Operation kombiniert werden. Während grosser Gefässoperationen kann der Operateur jederzeit Röntgenaufnahmen durchführen.

"Dringliche Gefässnotfälle können künftig im neuen OP von ein und demselben Team sowohl diagnostiziert als auch therapiert werden", sagte der neue Chefarzt der Gefässchirurgie, Dr. med. Peter Dollinger. Dies bedeute im Notfall eine deutliche Verkürzung der Zeitspanne bis zur definitiven Behandlung und damit mehr Sicherheit für die Patienten. Zugleich soll der Hightech-OP kürzere Operationszeiten sowie eine deutlich geringere Strahlenbelastung für Patienten und Personal ermöglichen.

Der Hybrid-OP ist das Herzstück des neuen OP-Zentrums, das innerhalb von nur eineinhalb Jahren gebaut wurde. Das Land Berlin hatte das insgesamt zehn Millionen teure Bauvorhaben mit 5,8 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II unterstützt. Neben dem neuen Hybrid-Operationssaal wurden drei weitere Operationssäle und ein Schockraum errichtet. Zudem ist eine komplett neue Rettungsstelle an dem Klinikstandort entstanden. "Der Neubau ist nicht nur ein wichtiger Baustein für die Zukunftssicherung der medizinischen Versorgungsschwerpunkte der DRK Kliniken Berlin Mitte - er ist wichtig für die Versorgungsqualität in Berlin insgesamt", sagte Berlins Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher in ihrer Eröffnungsansprache. Neben dem Schwerpunkt Gefässmedizin befindet sich an den DRK Kliniken Berlin Mitte ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Lungenkrebszentrum.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Die Geburtskliniken in Deutschland leisten nach Wahrnehmung der Frauen, die dort entbunden haben, insgesamt gute Arbeit. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Kliniken. Deshalb sollten werdende Eltern bei ihrer Klinikwahl gezielt vergleichen.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.
Kinder, Job – und Reha? Mit der „Berufsbegleitenden Rehabilitation“ passt alles unter einen Hut, meint Christoph Gensch von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Interview verrät der Reha-Experte, was es mit dem neuen Modellprojekt auf sich hat.