. Koronare Herzkrankheit

Neue Studie bestätigt Nutzen der Mittelmeerdiät

Über die Mittelmeerdiät wird viel Gutes berichtet. Nun zeigt eine Studie, dass Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit weniger Komplikationen erleiden, wenn sie sich mediterran ernähren.
Eine Koronare Herzkrankheit verläuft weniger schwer, wenn sich die Patienten an die Mittelmeer-Diät halten

Eine Koronare Herzkrankheit verläuft weniger schwer, wenn sich die Patienten an die Mittelmeer-Diät halten

Mittelmeerdiät – das ist eine Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Olivenöl und Fisch und auch eine gute Pasta gehört dazu. Rotes Fleisch und verarbeitete Industrieprodukte stehen dagegen nicht oder nur ganz selten auf dem Speiseplan. Zahlreiche Studien haben bereits die positiven gesundheitlichen Effekte dieser Ernährungsweise belegt. So soll das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz und sogar Krebs durch die Mittelmeerdiät sinken.

Dass auch Menschen, die an einer koronaren Herzkrankheit (KHK) leiden, von der mediterranen Ernährung profitieren, zeigt nun eine neue Studie namens INTERCATH. Die Ergebnisse wurden letzte Woche auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim vorgestellt. Laut Studienautor Dr. Christoph Waldeyer vom Universitären Herzzentrum Hamburg verstärken die Studienergebnisse die Evidenz für eine Herz-Kreislauf schützende Wirkung der Mittelmeer-Diät.

Herzkranzgefäße weniger geschädigt

In der Untersuchung hatte sich gezeigt, dass jene Patienten, die sich gar nicht oder nur geringfügig mediterran ernährten, ein deutlich höheres Risiko für schwerere und komplexe Erkrankungen ihrer Herzkranzgefäße haben. „Eine geringe Orientierung an der Mittelmeer-Diät stand in einem eindeutigen Zusammenhang mit einem mittleren bzw. hohen Risiko für eine ausgeprägtere Koronarer Herzerkrankung“, erklärte Waldeyer. Damit bestätigten die Daten die vorbeugende Wirksamkeit der Mittelmeer-Diät bei kardiovaskulären Krankheiten.

Mittelmeer-Diät-Score – rote Line bei 14 Punkten

In die Studie INTERCATH waren mehr als 1.000 Patienten mit diagnostizierter koronarer Herzkrankheit eingeschlossen. Den Schweregrad und die Komplexität der Erkrankung ermittelten die Forscher per SYNTAX-Score. Die Essgewohnheiten wurden zu Studienbeginn mit dem Mittelmeer-Diät-Score bewertet. Auf einem Fragebogen mussten die Teilnehmer angeben, inwieweit sie sich nach den Grundsätzen der Mittelmeer-Diät ernähren. Die Punkteskala reicht von null (keine Orientierung an der Mittelmeer-Diät) bis 28 Punkte (maximale Orientierung an der Mittelmeer-Diät). Frühere Studienergebnisse hatten eine vorbeugende Wirkung für Herz-Kreislauf-Ereignisse ab einem Wert von 14 gezeigt. Das war auch in dieser Studie so: Wer weniger als 14 Punkte erreichte, hatte auch schlechtere Wert im Syntax Score, also eine ausgeprägtere Koronare Herzerkrankung als Teilnehmer, die über der roten Linie von 14 Punkten lagen.

Ein kleines Gläschen Rotwein ist in der Mittelmeer-Diät übrigens sogar erlaubt. Es sollte jedoch bei einem am Tag bleiben.

Foto:  © kasto - Fotolia.com

Autor: ham
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Herz

Anzeige
 

Weitere Nachrichten zum Thema Ernährung

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
. Weitere Nachrichten
Keine Altersgruppe wächst so schnell wie die der Hochbetagten. Viele, die auf die 100-Jahre-Marke zusteuern, verfügen über eigene Ideen und Strategien für ein gutes Altern. Die Wissenschaft, kritisiert jetzt eine der wenigen Altersforscherinnen, habe dies bisher aber so gut wie übersehen.
Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung. Betroffene haben unter anderem Schwierigkeiten mit der sozialen Interaktion und neigen zu stereotypen Verhaltensmustern. Nun hat eine Studie gezeigt, dass der Einsatz von Neurofeedback dazu beitragen kann, die Symptome zu lindern.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH, Reinickendorfer Straße 61, 13347 Berlin

Anzeige
 

. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1
. Interviews
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.