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Neue schonende Lasertherapie der Makuladegeneration

Zur Behandlung der Makuladegeneration und anderen Erkrankungen der Makula wendet die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein am Campus Lübeck eine neue schonende Lasertherapie an.
Augenarzt, Augenuntersuchung

Dr. Yoko Miura untersucht und behandelt einen Patienten mit dem neuen Lasergerät

Zur Behandlung der Makuladegeneration und anderen Erkrankungen der Makula wendet die Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein am Campus Lübeck eine neue schonende Lasertherapie an.

Die Makula lutea ist ein millimeterkleines Areal im Zentrum der Netzhaut des Auges, das für das scharfe Sehen verantwortlich ist. Zu lesen oder auch nur ein Gesicht zu erkennen, wäre ohne die Makula nicht möglich. Verschiedene Erkrankungen können diesen wichtigen Bereich schädigen.

Pulsierendes Laserlicht hinterlässt keine Narben

Bei der Behandlung mit pulsierendem Laserlicht wird das Netzhautgewebe schonend erwärmt, das ist schmerzfrei und birgt im Gegensatz zu herkömmlichen Lasertherapien im Bereich der Makula kaum Risiken für die Patienten, heißt es in einer Pressemitteilung.

"Im Gegensatz zur herkömmlichen Netzhautlaserbehandlung zerstört diese Methode kein Gewebe, so dass keine Narbenbildung in der Netzhaut des Patienten entsteht. Der Verlust der Sehschärfe durch diese Narbenbildung war eines der größten Probleme der früheren Netzhautlaserbehandlung in der Makula. Aber jetzt haben wir die Möglichkeit, diesen Bereich ohne jeglichen Sehverlust zu behandeln", sagt Dr. Yoko Miura, Oberärztin der Augenklinik am Campus Lübeck.

 

Flüssigkeitsansammlung unterhalb der Makula

Eine der Erkrankungen, bei der die Therapie eingesetzt wird, ist die Chorioretinopathia centralis serosa (CCS), die vor allem Erwachsene, häufig Männer im Alter zwischen 20 und 60 Jahren, betrifft. Dabei sammelt sich unterhalb der Makula Flüssigkeit an. Die Betroffenen sehen verschwommen, gerade Linien etwa als Wellen, oder nehmen einen Fleck oder eine Helligkeit mitten im Gesichtsfeld wahr. Die Erkrankung heilt manchmal von selbst, jedoch nicht immer. Auch tritt sie nach dem ersten Verschwinden in 30 bis 50 Prozent der Fälle wiederholt auf und kann chronisch werden.

Die neue Lasertherapie regt den Stoffwechsel der Pigmentzellen an, die für die Wasserableitung aus der Netzhaut verantwortlich sind. Dieser Effekt wird durch Wärme erreicht, die das pulsierende Laserlicht in einem winzigen Bereich des Netzhautgewebes erzeugt.

Schonende Lasertherapie der Makuladegeneration

Auch andere Makula-Erkrankungen können mit der neuen schonenden Lasertherapie behandelt werden. Dazu zählt die trockene Form der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), bei der sich Ablagerungen unter der Netzhaut entwickeln und sich im weiteren Verlauf die Sehschärfe vermindert.

Ein anderes Anwendungsgebiet ist das diabetische Makulaödem, das oft Folge einer Diabeteserkrankung ist. Hier staut sich Flüssigkeit im Netzhautgewebe, die zu einer Verdickung der Netzhautmitte führt und ebenso das Sehvermögen einschränkt. Die Lasertherapie soll das Abpumpen der Flüssigkeit in der Netzhaut erleichtern.

Kontrolltermine in der Augenklinik, bei denen die Sehschärfe sowie die Ansammlung der Flüssigkeit überprüft wird, finden generell nach einem Monat sowie drei und sechs Monaten statt. "Zeigt die Behandlung nicht den gewünschten Erfolg, so kann sie wiederholt werden", sagt Dr. Miura.

Foto: ©Adobe Stock/DKComposing

Autor: bab
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