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Neue Hochschule für Komplementärmedizin

Montag, 22. März 2010 – Autor:
Die im März 2010 in Berlin gegründete Sanitatis - Academy of Health will die Komplementärmedizin akademisieren und deren Qualitätssicherung garantieren. Ziel ist, auch auf dem "Zweiten Gesundheitsmarkt" Qualitätssicherung, Transparenz und Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Der Unterricht wird überwiegend in Form von E-Learning angeboten.
Prof. Dr. Hartmut Schröder

Prof. Dr. Hartmut Schröder

Weil Patienten zunehmend mehr komplementärmedizinische Angebote fordern, sind in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Berufe entstanden, die vom Gesetzgeber weder erfasst noch reglementiert werden. Trotzdem bieten auch die gesetzlichen Krankenkassen über Wahltarife immer mehr Leistungen aus diesem Bereich an. Dieser stetig wachsende "zweite Gesundheitsmarkt" muss akademisch abgesichert werden, damit auch für ihn Qualitätssicherung, Transparenz und Vergleichbarkeit gewährleistet werden können.

Sanitatis - Academy of Health: Hochschule für Komplementärmedizin

Die in der Bundeshauptstadt neu gegründete private Hochschuleinrichtung Sanitatis - Academy of Health will eine Akademisierung und Qualitätssicherung der Komplementärmedizin erreichen und damit dem Paradigmenwechsel in der Medizin und im Gesundheitssystem Rechnung tragen. Für fünf Studiengänge sind bereits Curricula erarbeitet worden. Der Unterricht wird an Instituten erfolgen, die der Sanitatis - Academy of Health angegliedert sind, aber organisatorisch und rechtlich eigenständig arbeiten. Etwa ein Fünftel des Unterrichts wird als Präsenzunterricht stattfinden, der Rest - abhängig vom jeweiligen Studiengang - in Form von E-Learning.

"Gefragt sind in dieser Hinsicht aber nicht nur innovative Studienangebote, sondern vor allem auch die Verknüpfung von Lehre und Forschung auf einem hohen Niveau. Nur durch exzellente Forschung kann die Akzeptanz der komplementären Medizin weiter gesichert werden", betont Prof. Dr. Hartmut Schröder, Leiter und Sprecher des Gründungskonsortiums der neuen Hochschuleinrichtung.

"Mit dieser Aufgabe", so Schröder, "scheinen staatliche Hochschulen aber eher überfordert zu sein, da sie sich nur ungenügend auf die Dynamik des zweiten Gesundheitsmarktes und die neuen Gestaltungsmöglichkeiten vorbereitet haben bzw. nur langsam auf diese Entwicklungen reagieren.

Mit der Gründung einer eigenständigen Hochschuleinrichtung wolle man aber "ausschliesslich die anerkennungsfähigen Therapierichtungen fördern und beforschen", stellt Rechtsanwalt Dr. Ernst Boxberg als verantwortlicher Leiter für Recht und Struktur des Gründungskonsortiums klar.

 
 

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