. Grossgeräte in 3-D

Neue Hightech-Geräte in Neukölln

Der Um- und Anbau hat ein Jahr gedauert und knapp 6,5 Millionen Euro gekostet. Jetzt verfügen die Radiologie und Neuroradiologie des Vivantes Klinikum Neukölln über vier medizinische Grossgeräte der neusten Generation. Mit genaueren dreidimensionale Bildern und modernster Kathetertechnologie können etwa Gefässerkrankungen gezielter behandelt werden.
Neue Hightech-Geräte in Neukölln

Foto: DAK

 

Die neuen Angiographieanlagen des Vivantes Klinikum Neukölln machen Veränderungen an kleinsten Gefässen, zum Beispiel im Gehirn, sichtbar und können so sogar Operationen überflüssig machen. Genauere dreidimensionale Bilder, modernste Kathetertechnologie und Mikromaterialien erlauben es, bestimmte Gefässerkrankungen gezielt zu behandeln - unter bestimmten Voraussetzungen oft ohne OP. Diese und eine Reihe weiterer komplexer interventioneller Therapien und multimodaler Diagnostik von Tumorerkrankungen des Gehirns, des Rückenmarkes, der Leber und anderer Organe bietet das Vivantes Klinikum Neukölln ab sofort an.

Neue Hightech-Geräte

Das Teuerste am An- und Umbau der Neuköllner Institute sind die vier medizinischen Grossgeräte der neusten Generation, die diese neuen Behandlungen möglich machen: Der 1,5 Tesla Magnetresonanztomograph sowie die biplane und die monoplane Angiographieanlage werden mit knapp 3,0 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Ausserdem hat Vivantes einen ultraschnellen 128-Zeilen-Computertomographen angeschafft. Dieses Gerät kann unter anderem die Herzkranzgefässe schonend in so hoher Präzision abbilden, dass ein Teil der Herzkatheteruntersuchungen dadurch ersetzt werden kann.

"Nur mit Hightech-Ausstattung können wir unseren Patienten die heute bestmögliche Diagnostik und Behandlung bieten", erklären Prof. Dr. Thomas Albrecht, Institutsleiter der Radiologie und Interventionellen Therapie, und Dr. Alexander Bock, Institutsleiter der klinischen und interventionellen Neuroradiologie, übereinstimmend. Da es am Vivantes Klinikum Neukölln ein Medizinisches Versorgungszentrum gibt, stehen die neuen Geräte neben stationären Patienten auch ambulanten Kassenpatienten zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr wurden in beiden Instituten rund 100.000 Untersuchungen und über 1.000 Katheterinterventionen durchgeführt. Künftig steigen die Patientenzahlen wohl weiter an - nicht nur aufgrund des Umbaus, sondern auch, weil es keine zweite Neuroradiologie in Berlin gibt, die derart konzentriert ist. Das Institut für Neuroradiologie wurde seit Ende 2008 neu aufgebaut.

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