Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Nach Brustkrebs-Diagnose sollten Frauen zuckerhaltige Softdrinks meiden

Dienstag, 25. Mai 2021 – Autor:
Der Konsum von nur einem zuckerhaltigen Softdrink pro Tag (Limonaden, Energydrinks, isotonische Getränke) könnte nach einer Brustkrebs-Diagnose das Sterberisiko erhöhen.
Gezuckerte Getränke könnten die Sterblichkeit von Brustkrebs-Patientinnen erhöhen

– Foto: Adobe Stock/monticellllo

Nach einer Brustkrebsdiagnose kann ein höherer Konsum von zuckerhaltigen Getränken laut einer in der Fachzeitschrift Cancer veröffentlichten Studie mit einem höheren Risiko für brustkrebsspezifische Mortalität und Tod aus allen Gründen verbunden sein.

"Diese Frauen sollten keine zuckerhaltigen Getränke mehr trinken oder den Konsum verringern", rät Studien-Autorin Dr. Maryam S. Farvid von der Abteilung für Epidemiologie an der Harvard TH Chan School of Public Health in Boston.

Brustkrebs-Patientinnen füllten Fragebogen aus

In früheren Untersuchungen wurde die Hypothese aufgestellt, dass zuckerhaltige Getränke das Risiko einer Insulinresistenz erhöhen und so das Überleben von Brustkrebspatientinnen verschlechtern.

An der aktuellen Studie nahmen 8.863 Frauen mit Brustkrebs im Stadium I bis III teil. Sie füllten alle vier Jahre nach ihrer Brustkrebsdiagnose einen Fragebogen zu ihrem Getränke- und Nahrungsmittelkonsum aus. Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 11,5 Jahren gab es insgesamt 2.482 Todesfälle, von denen 1.050 auf Brustkrebs zurückzuführen waren.

 

Nach Brustkrebs-Diagnose zuckerhaltige Softdrinks meiden

Frauen, die mehr zuckerhaltige Getränke konsumierten, hatten eine höhere brustkrebsspezifische Mortalität und Gesamtmortalität als Frauen, die keine zuckerhaltigen Getränke konsumierten. Selbst Frauen die nur ein zuckerhaltiges Getränk pro Tag konsumierten, hatten ein fast 30 Prozent höheres Risiko für Brustkrebssterblichkeit als die Frauen, die andere Getränke zu sich nahmen.

Frauen mit Brustkrebs sollten demnach zuckerhaltige Softdrinks meiden. Der Konsum künstlich gesüßter Getränke war nicht mit einem höheren Risiko für eine brustkrebsspezifische oder Gesamtmortalität verbunden.

Zuckerhaltige Drinks durch Kaffee oder Tee ersetzen

Das Ersetzen einer Portion eines zuckerhaltigen Getränks pro Tag durch eine Portion eines kalorienreduzierten Getränks  oder einem Getränk mit anderen Zuckerarten (Milchzucker, Fruchtzucker) war nicht mit einem geringeren Sterblichkeitsrisiko verbunden.

Hingegen senkte das Ersetzen einer Portion eines zuckerhaltigen Getränks pro Tag durch Kaffee oder Tee das Risiko einer brustkrebsspezifischen Mortalität um 18 Prozent beziehungsweise 15 Prozent. Auch Wasser war eine gute Alternative.

Übergewicht führt zu schlechterer Krebs-Diagnose

Die Autoren der Studie stellten außerdem fest, dass der Konsum von zuckerhaltigen Getränken mit einer Gewichtszunahme verbunden ist. Da Fettleibigkeit und Übergewicht mit schlechteren Brustkrebsprognosen in Verbindung gebracht wurden, könnte dieser Zusammenhang das Risiko einer Brustkrebssterblichkeit weiter erhöhen.

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung , Brustkrebs , Krebs
 

Weitere Nachrichten zum Thema Brsutkrebs

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten

Bevor eine Multiple Sklerose diagnostiziert wird, haben Betroffene oft schon unerkannte Krankheitsschübe. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler aus München in einer neuen Studie gekommen. Damit stellt das Team die Theorie der sogenannte Prodromalphase in Frage.

 
Kliniken
Interviews
Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin