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29.12.2018

Mit drei guten Vorsätzen dem Krebs vorbeugen

Jeder zweite wird im Laufe seines Lebens an Krebs erkranken. Einiges hat man aber selbst in der Hand. Mit drei guten Vorsätzen für 2019 kann jeder sein persönliches Krebs-Risiko verringern.
Krebs vorbeugen

Rauchst Du noch oder läufst Du schon? Ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko für Krebs

Je älter wir werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken. Rein statistisch wird eine Krebsdiagnose jeden zweiten einmal treffen. Zu welchen 50 Prozent man selbst gehört, ist Schicksal. Und doch gibt es Möglichkeiten, das eigene Krebsrisiko zu senken. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums rät zu drei Dingen, die unbedingt auf die Liste der guten Vorsätze für 2019 gehören sollten: Eine Änderung des Lebensstils, Früherkennungsmaßnahmen und Impfungen gegen Krebs nutzen.

Gesunder Lebensstil

30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen könnten weltweit vermieden werden, wenn jeder einen gesunden Lebensstil führen würde. Dazu gehört: Mit dem Rauchen aufhören, gesünder essen mehr Sport treiben sowie Übergewicht reduzieren. Den Experten zufolge beeinflussen diese Lebensstiländerungen das Risiko für Lungen-, Darm- und Hautkrebs und wahrscheinlich auch für Brustkrebs. „Die typischen Risikofaktoren zu vermeiden, lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn sich leider nicht jede Krebserkrankung verhindern lässt, selbst dann nicht, wenn man alle Empfehlungen beherzigt", sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes.

 

Krebsfrüherkennung

Wird Krebs früh erkannt, desto höher sind die Heilungschancen. Bei der Früherkennung von Darmkrebs, Hautkrebs und Gebärmutterhalskrebs kommt hinzu, dass sich schon Krebsvorstufen erkennen lassen. Die jeweiligen Früherkennungsmaßnahmen sind daher echte Vorsorge. Männer und Frauen haben  gleichermaßen die Möglichkeit Früherkennungsuntersuchungen auf Hautkrebs und Darmkrebs ab einem bestimmten Alter in Anspruch zu nehmen. Für Frauen gibt es außerdem Angebote zur Früherkennung von Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs, für Männer zur frühzeitigen Diagnose von Prostatakrebs. Die Teilnahme ist freiwillig, die Kosten übernehmen die Krankenkassen.

Impfungen gegen Krebs

Leider gibt es nicht die eine Impfung gegen Krebs. Doch mit der HPV-Impfung steht eine wichtige Impfung zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs und anderen Tumoren im Genitalbereich zur Verfügung. Außerdem schützt die Impfung vor HPV-bedingten Tumoren im Mund und Rachenraum. Auch die für Säuglinge und Kleinkinder empfohlene Impfung gegen Hepatitis B kann vor Krebs schützen, der sich auf dem Boden einer chronischen Infektion der Leber entwickeln kann. Eltern sollten ihre Kinder daher unbedingt impfen lassen, rät der Krebsinformationsdienst.

Der Krebsinformationsdienst informiert seit über 30 Jahren über Krebs, kostenlos per Telefon unter 0800-420 30 40, täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr und unter der E-Mail-Adresse krebsinformationsdienst[at]dkfz.de.

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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