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08.08.2018

Mehr Fälle von schwarzem Hautkrebs in sonnigen Ländern

Sonne ist gut fürs Gemüt, aber schlecht für die Haut: Im sonnigen Australien treten hundertmal mehr Fälle von schwarzem Hautkrebs auf als hierzulande. Doch auch Deutsche sollten ihre Leberflecken im Blick behalten.
Schwarzer Hautkrebs, Sonne

In Deutschland steigen die Zahlen: Schwarzer Hautkrebs tritt am häufigsten zwischen 45 und 60 Jahren auf.

Schwarzer Hautkrebs – auch malignes Melanom genannt – ist die gefährlichste Form von Hautkrebs. Melanome streuen schnell in die Lymphbahn und andere Organe und gehören zu den tödlichsten Krebserkrankungen überhaupt.

Ursache für das maligne Melanom ist fast immer zu hohe UV-Strahlung. Als besonders gefährlich gelten wiederkehrende Sonnenbrände, besonders im Kindesalter. Manche Menschen haben außerdem eine erbliche Vorbelastung und bekommen schneller schwarzen Hautkrebs als andere. In Deutschland liegt das Risiko derzeit bei 1:500 – jedoch steigen die Erkrankungszahlen seit Jahren an.

In Australien erwischt es einen von 50 Einwohnern

Experten führen den Anstieg auf billige Pauschalreisen in die Sonne zurück und den allgemeinen Schönheitstrend, braun zu sein. Durch Aufklärungskampagnen ist dieser in den 1970er Jahren eingeläutete Trend zwar wieder rückläufig, doch die Haut vergisst die Jugendsünden nicht. So sind aktuell am häufigsten die 45- bis 60-Jährigen von Hautkrebs betroffen – eine Generation also, die früher viel sorgloser mit der UV-Strahlung umgegangen ist.

Was Sonne mit der Haut anrichten kann, zeigen Zahlen aus Australien: In dem sonnigen Land treten mit einem Verhältnis von 1:50 hundertmal mehr Fälle von schwarzem Hautkrebs auf als in Deutschland.

Aktuell erkranken hierzulande etwas mehr als 21.000 Menschen an einem malignen Melanom, darunter rund 10.000 Frauen und etwa 11.000 Männer. Darüber hinaus gibt es etwa weitere 9.000 Menschen bei denen Frühformen des Melanoms festgestellt werden.

 

Leberflecken als Vorläufer

Das Melanom geht von den pigmentbildenden Zellen der Haut oder Schleimhaut, den so genannten Melanozyten, aus. Jeder dritte Tumor entwickelt sich aus einem bereits vorhandenen Leberfleck. Hautkrebsexperten der Deutschen Krebsgesellschaft betonen: Je mehr Leberflecken vorhanden sind, desto größer ist das Melanomrisiko. Darum sollten Zahl und Aussehen der Leberflecken im Blick behalten werden.

Das tückische: Patienten mit einem malignen Melanom der Haut haben in der Regel zum Zeitpunkt der Diagnosestellung keine Beschwerden. Manchmal wächst der Tumor sogar unter der Haut, so dass er gar nicht zu erkennen ist. Das ist aber eher die Ausnahme. Bei Männern tritt der schwarze Hautkrebs am häufigsten am Rücken auf, bei Frauen oft an den Unterschenkeln.

Warnzeichen für ein Melanom

Das Gute ist, dass man mit etwas Achtsamkeit, auf den Krebs aufmerksam werden kann: Wächst ein Leberfleck oder verändert sich sein Form oder Pigmentierung, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Gleiches gilt, wenn ein Muttermal zu jucken, zu nässen oder zu bluten beginnt. Erst eine Gewebeprobe bringt Gewissheit, ob es sich tatsächlich um schwarzen Hautkrebs handelt. Dann ist eine Operation die Therapie der ersten Wahl.

Für das metastasierte schwarze Melanom stehen heute neben der Chemotherapie auch zielgerichtete Medikamente und Immuntherapien sogenannte Checkpoint-Inhibitoren zur Verfügung. Bei einigen Patienten können die neuen Therapien die Überlebenszeit dramatisch verbessern. Trotzdem bleibt deren Wirksamkeit begrenzt.

Die nach wie vor beste Strategie gegen schwarzen Hautkrebs ist daher ein ausreichender Sonnenschutz.

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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