Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Macht Lesen kurzsichtig?

Dienstag, 11. Januar 2022 – Autor:
Die Wissenschaft befasst sich schon länger mit der Frage, ob sich Lesen negativ auf die Sehkraft auswirkt. So haben Forscher beobachtet: Je mehr bespielsweise Kinder während ihrer Schullaufbahn lesen, desto höher ist ihr Risiko, kurzsichtig zu werden. Tipps, um den Augen während des Lesens etwas Gutes zu tun.
Kleiner Junge liest E-Book aus sehr kurzer Distanz.

Lesen mit wenig Abstand zum Text belastet die Augen und kann Kurzsichtigkeit begünstigen. – Foto: AdobeStock/andras_csontos

Lesen bei künstlichem Licht und wenig Abstand zum Text belastet die Augen und kann Kurzsichtigkeit begünstigen. Darauf weist das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ hin. Zusätzlich ungünstig für Augen und Sehkraft seien unnatürliche Bildinhalte wie schwarzer Text auf hellem Hintergrund. Dabei sei gerade diese Darstellungsweise üblich.

Tipps gegen schlechte Augen: Alle 30 Minuten eine Lesepause

Was aber kann man zur Entlastung seiner Augen tun? Experten empfehlen laut Apotheken Umschau, sich mindestens zwei Stunden pro Tag im Freien und bei Tageslicht zu bewegen. Zudem sollte alle 30 Minuten eine Lesepause eingelegt werden. Entspannend für die Augen ist es auch, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass bei Kindern, die vor der Einschulung viel Zeit im Freien verbringen, die Kurzsichtigkeit erst später einsetzt. Das liegt vermutlich daran, dass Tageslicht das Wachstum des Augapfels hemmt – und damit das Risiko für Kurzsichtigkeit senken kann.

 

Kurzsichtigkeit immer häufiger

Als weitere Ursache für Kurzsichtigkeit gilt auch das ständige Starren auf Displays von Smartphones und anderen elektronischen Geräten. Der Anteil der jungen Erwachsenen, die kurzsichtig sind, ist Studien zufolge extrem gestiegen. Nach der Gutenberg-Gesundheitsstudie leiden inzwischen 46 Prozent der 25-Jährigen in Deutschland an Kurzsichtigkeit. Bei der Bevölkerung insgesamt sind es mit 35 Prozent deutlich weniger. Die Sehschwäche verbreitet sich demnach rasant. Über die Ursachen sind sich Augenärzte und Wissenschaftler weitgehend einig: Mangelndes Tageslicht und zu viel Nahsehen, besonders in der Kindheit. Und dabei spielt unser Handy eine ganz entscheidende Rolle.

Corona-Lockdown: Kinder spielen mehr digital

Während des Corona-Lockdowns 2020 haben Kinder und Jugendliche bis zu 75 Prozent mehr Zeit mit digitalen Spielen verbracht als zuvor. Das ergibt sich aus einer gemeinsamen Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit und Forschern des „Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf“ (UKE). Im September 2019 betrug die durchschnittliche Spieldauer werktags 79 Minuten. Im Corona-April 2020 stieg sie auf 139 Minuten an.

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Augenkrankheiten , Prävention
 

Weitere Nachrichten zum Thema „Augengesundheit“

Das Verkaufsverbot für Raketen und Böller am Jahreswechsel vor einem Jahr hat einen Großteil der in dieser Zeit üblichen Augenverletzungen verhindert. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Augenheilkunde unter 75 Kliniken. Im Vergleich zu Neujahrsnächten zuvor ging deren Zahl um gut 80 Prozent zurück. Aktuelle Forderung der Augenärzte: privates Zündeln abschaffen – und durch gemeinschaftliches, professionelles Feuerwerk ersetzen.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten

Erreger der durch Zecken übertragenen Lyma-Borreliose ist das Bakterium Borrelia burgdorferi. Zur Entdeckung trugen Mütter aus Lyme (Connecticut) bei - daher der Name –, deren Kinder gehäuft an Gelenksentzündungen litten.

 
Kliniken
Interviews
Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin