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06.09.2021

Luca-App soll wirksamer werden

Viele Geschäfte und Veranstalter setzen auf die Luca-App, um Besucher zu registrieren und im Corona-Fall die Kontakt-Nachverfolgung zu ermöglichen. Bei Fachleuten ist sie umstritten, ein Update soll sie wirksamer machen.
Ein Update soll die Luca-App noch effektiver machen. Sie hilft bei der Kontaktverfolgung

Viele Geschäfte und Veranstalter setzen auf die Luca-App, um Besucher zu registrieren und im Corona-Fall die Kontakt-Nachverfolgung zu ermöglichen. Bei Fachleuten ist sie umstritten, ein Update soll sie wirksamer machen.

In der Version Luca + können die Ärzte in den Gesundheitsämtern die Nutzer künftig direkt kontaktieren oder in zwei unterschiedlichen Abstufungen warnen, wenn sie von einem Fall erfahren. Bislang erhielten Nutzer der App nur einen allgemeinen Hinweis.

Luca-App soll wirksamer werden

Künftig werden Eckdaten des jeweiligen Standortes erfasst (Belüftung, Größe, Laufwege, Raumaufteilung). Dies soll den Gesundheitsämtern helfen, mögliche Risiken besser einzuschätzen. So kann ein Restaurant-Besuch anders bewertet werden als ein Open-Air-Festival. Die Luca-App soll so wirksamer werden

Für Orte mit erhöhtem Infektionsgeschehen (mindestens zwei Fälle) werden künftig Cluster-Warnungen ausgegeben, betroffene Nutzer automatisch informiert und danach vom Gesundheitsamt kontaktiert. Das erhöhe  die Geschwindigkeit, heißt es in einer Pressemitteilung des Betreibers culture4you.

 

Beim Check-in wird Impfstatus überprüft

Luca+ wird aktuell noch mit ausgewählten Gesundheitsämtern, Betreibern und Nutzern getestet. Im Laufe des Septembers wird die neue Version dann Schritt für Schritt allen zur Verfügung gestellt.

Für Geschäft oder Veranstaltungsorte ist es künftig möglich, direkt beim Check-in den 3G/2G-Status der Gäste zu überprüfen. Ebenso lassen sich ganze Tische auschecken, was weitere wichtige Informationen liefern kann.

Kritik von Datenschützern

Die App wird seit Monaten von Datenschützern kritisiert, die die zentrale Speicherung der Informationen ablehnen. Auch Gesundheitsämter zeigten sich unzufrieden mit der Funktionsweise. Die gelieferten Daten seien bislang zu ungenau und wenig hilfreich, um eine sinnvolle Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen.

Die App wurde von Nutzern bislang millionenfach heruntergeladen und ist in den meisten Regionen Deutschlands im Einsatz. Die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts verarbeitet keine personenbezogenen Daten, es gibt auch keine Bewegungsprofile. Sie warnt Nutzer, die mit einer infizierten Person in Kontakt kamen, anonym. Dafür muss diese Person ihre Infektion an die App gemeldet haben.

Foto: Adobe Stock/namaw

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