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Licht-Therapie hilft auch bei nicht-saisonaler Depression

Mit der Lichttherapie wird üblicherweise die Winter-Depression behandelt. Kanadische Forscher fanden heraus, dass die Therapie auch bei nicht-saisonalen Depressionen hilft. Ihre Studie wurde im Fachblatt Jama Psychiatrie veröffentlicht.
Lichttherapie hilft gegen Depressionen

Helles Licht hellt die Stimmung von Patienten mit Depression auf

Ein Team um Raymond Lam von der University of British Columbia beobachtete 122 Patienten, die an einer mittelschweren bis schweren Depression litten. Untersucht wurde, ob die Lichttherapie ihre Stimmung verbessert. Sie wurde entweder ohne Begleit-Medikation oder zusätzlich zu dem Antidepressivum Fluoxetin eingesetzt.

Die Probanden setzten sich dabei acht Wochen lang täglich kurz nach dem Aufwachen eine halbe Stunde lang vor den Lichtkasten. Einige Studienteilnehmer erhielten dabei ein Placebo-Medikament, einige saßen vor einem deaktivierten Gerät.

Licht-Therapie hilft auch bei nicht-saisonaler Depression

Ergebnis: Das helle, weiße Licht (10.000) verbesserte die Stimmung. Am wirksamsten war dabei die Kombinationstherapie aus Licht und Medikament. Aber auch die Lichttherapie allein war dem Placebo überlegen, während das Antidepressivum allein nicht besser wirkte als Placebo.

Mehr und mehr Menschen suchten wegen Depressionen Hilfe, weil die Erkrankung heutzutage weniger stigmatisiert sei, sagt Lam. Es sei daher wichtig, neue Behandlungsmethoden zu finden, weil die derzeitigen Therapien nicht immer greifen und nicht alle Patienten geheilt werden könnten. „Die Lichttherapie ist kostengünstig, unaufwendig und hat wenig Nebenwirkungen“, betonte der Forscher.

Winter-Depression tritt in dunkler Jahreszeit auf

Die Winter-Depression oder saisonal-affektive Störung (SAD), gegen die die Lichttherapie bislang bereits eingesetzt wird, tritt üblicherweise nur in der dunklen Jahreszeit auf und verläuft eher mild. Man geht davon aus, dass Lichtmangel die innere Uhr aus dem Takt bringt und damit die Ausschüttung von bestimmten Hormonen- und Botenstoffen im Gehirn. Dies führt zu der depressiven Verstimmung.

Foto: kichigin19

Hauptkategorie: Medizin

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